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Kalenderblatt für 3. Februar

03. Februar 2017 / Radio,Kalenderblatt

Im Jahr 1825 verursacht am 3. Februar eine große Sturmflut, besser bekannt als Halligflut, schwere Schäden an der gesamten Nordseeküste. Betroffen sind dabei die Küsten Dänemarks, der Niederlande, Deutschland, sowie die Flüsse im Weser-Elbe-Gebiet. An vielen Orten, darunter auch Hamburg, kommt es in dieser Nacht zu Rekordwasserständen. Auch die Deiche halten der Flut nicht lange stand. Besonders stark trifft es die Halligen, von denen alle ausser den noch heute existierenden Inseln der Flut zum Opfer fallen. Das nördliche Jütland hat seitdem keine Verbindung mehr zum Festland. Insgesamt sterben etwa 800 Menschen in den Fluten, nicht selten ertrinken sie dabei in ihren Betten. Bereits im Jahr zuvor gab es an der Nordsee mehrere starke Stürme, die teilweise massive Schäden anrichteten.

Heute vor 70 Jahren, am 3. Februar 1947, beschließt die nordrhein-westfälische CDU das "Ahlener Programm". Darin wird ein christliches Sozialsystem gefordert, von seinen Fürsprechern auch als "christlicher Sozialismus" bezeichnet. Wortwörtlich beginnt das Dokument mit den Worten: "Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund auf erfolgen." Gleichzeitig fordert das "Ahlener Programm" der CDU die teilweise Vergesellschaftung der Großindustrie und starke Mitbestimmungsrechte für die Allgemeinheit. Ein Staatssozialismus wird allerdings strikt abgelehnt. In den Jahren danach entwickelt die CDU ihre wirtschaftspolitische Ausrichtung auf die soziale Marktwirtschaft hin.

Am 3. Februar 1962 verordnet US Präsident John F. Kennedy per Präsidentenerlass ein Handelsembargo gegen Kuba. Es ist eine Reaktion auf Kubas pro-sowjetische Ausrichtung im Kalten Krieg. Bereits vier Jahre zuvor, nach Ausbruch des bewaffneten Konflikts zwischen kubanischen Rebellen und der damaligen Batista-Regierung, existierte ein Waffenembargo zwischen beiden Staaten. Zwei Jahre danach beschließen die USA auch eine Import-Blockade für kubanischen Zucker, weil Kuba Handelsbeziehung mit der Sowjetunion aufnnimmt. Dies führt 1961 zum kompletten Abbruch der diplomatischen Beziehung mit dem Karibikstaat. Auf Kuba kommt es daraufhin zu massiven Engpässen. Das Handelsembargo mit Kuba besteht in den USA bis heute. Mit der Politik des letzten US-Präsidenten Barack Obama wurden die Einschränkungen allerdings etwas gelockert.

Autor: jep