Claus Bachs Bildarchiv: Vom Bonzenkind zum Dichter

Als Bonzenkinder wurden in der DDR jene privilegierten Söhne und Töchter bezeichnet, deren Eltern die obersten Positionen der SED-Parteihierarchie bekleideten. Einer davon war Thomas Brasch, erster Sprössling des stellvertretenden Kulturministers der DDR namens Horst Brasch. Letzterer war früherer Kampfgefährte des späteren Staatratsvorsitzenden Erich Honecker. Und als hart entschlossener Kämpfer gegen den mörderischen westdeutschen Imperialismus schickte Vater Brasch im Jahr 1955 seinen Sohn nach Naumburg, in die einzige Kadettenschule der Nationalen Volksarmee. Selbstverständlich hatte der Sohn die Tradition des antifaschistischen Kampfes fortzusetzen. Vier Jahre lang war der zehnjährige Thomas preußischem Drill und Mobbing in einer Kaserne der ausgehenden 1950iger Jahre ausgesetzt.
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