»Weimar Nachrichten« vom 5. Mai 2026

Spielplatz an der Schubertstraße gesperrt
Der Spielplatz an der Schubertstraße in Weimar ist seit gestern gesperrt. Hintergrund ist die geplante Neugestaltung in der zweiten Jahreshälfte. Laut Stadtverwaltung Weimar müssen zunächst die alten und verschlissenen Spielgeräte abgebaut werden. Das schafft die nötige Baufreiheit für Arbeiten an der umliegenden Grenzbebauung. Das neue Gestaltungsthema orientiert sich am Stadtviertel und dreht sich um Musiker und Musikinstrumente. Geplant sind eine Kletterlandschaft mit Rutsche und Balancierangeboten, ein Wasser-Sand-Spielbereich sowie eine Nestschaukel. Auch Kinder mit eingeschränkter Mobilität sollen am Spiel-Geschehen teilhaben können. Vorgesehen ist dafür unter anderem ein inklusives Karussell. Den konkreten Bedarf hat die Stadt in einem Beteiligungsverfahren mit Kindern aus zwei Schulen und Nutzern vor Ort ermittelt.
Apolda: Rössler-Ausstellung geht erfolgreich zuende
Die Rössler-Ausstellung ist am Sonntag im Kunsthaus Apolda zu Ende gegangen. Laut der Einrichtung kamen 14.551 Besucher, um die Mode- und Aktfotografien von Günter Rössler zu erleben. Sie reisten dafür aus ganz Deutschland an. Begleitveranstaltungen waren ausverkauft, Kataloge vergriffen, Audio-Guides stark gefragt. Viele Besucher kannten Rösslers Werk bereits aus DDR-Zeitschriften wie dem „Magazin“ oder der „Sybille“. Mit dem „Magazin“ pflegte das Kunsthaus auch eine enge Medienpartnerschaft. Darüber hinaus waren ehemalige Models von Rössler mit eingebunden und gaben den Besuchern einen persönlichen Zugang zur Geschichte der Fotografien. Schon am 17. Mai eröffnet das Kunsthaus die nächste Ausstellung. Dann steht der Pop-Art-Künstler Keith Haring im Fokus. Die Retrospektive läuft bis zum 23. August.
Thüringen: Geplantes Kindergartengesetz erntet Kritik
Das geplante neue Kindergartengesetz in Thüringen sorgt bei Kommunen, Gewerkschaften und Sozialverbänden für Kritik. Laut MDR wurde das bei einer Anhörung im Thüringer Landtag deutlich. Dort bezeichnete Steffen Kania vom Gemeinde- und Städtebund das geplante dritte beitragsfreie Kindergartenjahr als ein sozialpolitisches Vorhaben. Die Betreuungsqualität werde dadurch nicht besser, gab er zu verstehen. Christian Herrgott vom Landkreistag kritisierte den geplanten Extra-Zuschuss für kleinere Kindergärten mit bis zu 50 Kindern. Die Lage vor Ort sei sehr unterschiedlich. Ein pauschaler Zuschuss werde dem nicht gerecht. Gewerkschaften und Sozialverbände befürchten zudem Stellenabbau und zusätzlichen Verwaltungsaufwand.
Helfende Hände für Kulturstadt-Triathlon gesucht
Für den 4. Kulturstadttriathlon suchen der HSV Weimar und die Abteilung Sportverwaltung noch helfende Hände. Der Einsatz wird sich laut Ankündigung über den gesamten Sonntag, den 28. Juni, erstrecken. Dann verwandelt sich das Schwanseebad in eine Triathlon-Arena, heißt es. Gesucht werden sportbegeisterte Menschen, die Lust haben, Teil dieses besonderen Tages zu sein. Auf dem Programm stehen Wettkämpfe der 2. Triathlon-Bundesliga Nord sowie Staffel- und Nachwuchsrennen. Alle Helferinnen und Helfer werden auch wieder mit Verpflegung und einem kleinen Präsent versorgt. Der Link zur Anmeldeseite ist auf der Homepage der Stadt Weimar zu finden.
Zwei Personen nach Angriff verletzt
In Weimar sind am Sonntagabend zwei Personen bei einem Angriff auf einem Radweg leicht verletzt worden. Laut Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 20 Uhr 30 an der Ernst-Busse-Straße. Eine 39-jährige Frau und ihr 38-jähriger Begleiter sprachen dort zwei junge Männer an, die in der Nähe eines Hotels Blumen abschnitten. Daraufhin eskalierte die Situation. Einer der Tatverdächtigen packte die Frau an der Kleidung und schlug sie im Hals- und Kinnbereich. Als sie sich wehrte, verletzte er sie mit einem gefährlichen Gegenstand leicht an der Hand. Der 38-jährige Mann, der schlichten wollte, wurde von dem zweiten Tatverdächtigen mehrfach mit der Faust gegen den Oberkörper geschlagen. Anschließend flüchteten die beiden Verdächtigen in Richtung Unterm Gänseholze. Eine medizinische Versorgung der Betroffenen war vor Ort nicht nötig. Die Ermittlungen dauern an. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Weimar zu melden.
(mt/ki)