»Weimar Nachrichten« vom 6. Mai 2026

Stadtrat tagt heute Abend

Der Weimarer Stadtrat kommt heute Abend im Seminargebäude der Weimarhalle zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Zu Beginn stehen insbesondere Einwohner-Anfragen zu den gestrichenen Mitteln des Bündnis gegen Rechtsextremismus auf der Tagesordnung. Auch möchte die Linken-Fraktion wissen, ob das Schwanseebad längere Öffnungszeiten anbieten kann. Die Grünen fragen nach dem ehemaligen real-Standort im Gewerbegebiet Süßenborn. Des Weiteren haben die Fraktionen weimarwerk und CDU einen Antrag zur geplanten Generalsanierung des Deutschen Nationaltheaters eingereicht. Ein weiterer Antrag beider Fraktionen dreht sich um die Zukunft des Volkshauses. Weimarwerk und CDU wollen private Interessenten für Sanierung und Betrieb suchen lassen. Die Linke beantragt bessere Arbeitsbedingungen für Busfahrerinnen und Busfahrer. Die Verwaltung soll prüfen, wie an Pausenhaltestellen der Zugang zu sanitären Einrichtungen sichergestellt werden kann. Beginnen wird die Sitzung 17 Uhr 45. Sie kann erneut auf dem Youtube-Kanal der Stadt verfolgt werden. Begleitet wird sie von einem Protest des Bündnis gegen Rechtsextremismus, der 17 Uhr auf dem Unesco-Platz starten wird.

Bunter Protest für Inklusion in Weimar

Etwa 500 Menschen haben gestern in der Weimarer Innenstadt für Inklusion demonstriert. Aufgerufen hatte das Lebenshilfe-Werk Weimar und Apolda. Anlass war der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Der Aktionstag unter dem Namen „Konfetti Paletti“ begann am Vormittag mit einer Mini-Konferenz im Jugend- und Kulturzentrum mon ami. Für die Öffentlichkeit gab es am Goetheplatz Infostände, Musik und Aktionen. Den Höhepunkt bildete ein bunter Protestzug durch die Innenstadt. Im Anschluss lud das Lebenshilfe-Werk zum Ausklang ins lebens.art ein. Das Lebenshilfe-Werk betonte: Inklusion und Teilhabe sind ein Menschenrecht. Beim Aktionstag wurde zudem die Vorstandsvorsitzende Rola Zimmer verabschiedet. Der Staffelstab geht an einen neuen Vorstandsvorsitz.

Sport frei in der Pestalozzi-Turnhalle

In der Turnhalle der Pestalozzi-Schule heißt es bald wieder „Sport frei“. Die Weimarer Wohnstätte gab bekannt, dass die Schäden am Hallenboden behoben seien. Die Unfallkasse Thüringen hatte die Halle zu Beginn des Jahres gesperrt. Grund waren Mängel am Parkettboden. Der Unterricht konnte deshalb nur noch sehr eingeschränkt, zuletzt gar nicht mehr stattfinden. Die Weimarer Wohnstätte investierte 100.000 Euro und ließ einen elastischen Sportboden einbauen. Laut Wohnstätte habe die Unfallkasse die Halle am Dienstag abgenommen und freigegeben. Zunächst werde gereinigt. Ab Montag könnte dann wieder Schul- und Vereinssport stattfinden.

Lesung zum NSU-Komplex – Töchter sprechen über ermordete Väter

Unser Schmerz ist unsere Kraft – Neonazis haben unsere Väter ermordet.“ Aus diesem Buch wird heute Abend im Foyer des Deutschen Nationaltheaters vorgelesen. Die Autorinnen Gamze Kubaşık und Semiya Şimşek waren 14 und 20 Jahre alt, als ihre Väter von der rechtsextremen Terrorzelle NSU ermordet wurden. In Gedächtnisberichten, Telefonaten und Chats schildern sie, wie sie die Ereignisse damals erlebt haben. Und wie sie miteinander eine große Kraft entwickeln konnten. Eine Kraft, die sie bis heute kämpfen lässt. Gegen das Vergessen. Für eine Zukunft ohne Ausgrenzung. Es lesen Gamze Kubaşık und Christine Werner. Ali Şirin moderiert. Beginn ist um 20 Uhr. Für die Lesung gibt es noch Karten.

Sechs Bewerber für das Haus der Frau von Stein

Sechs Konzepte für das Haus der Frau von Stein hat der Weimarer Finanz- und Kulturausschuss gestern Abend zu Gesicht bekommen. Laut MDR planen die sechs interessierten Bewerber eine Kombination aus Herberge, Gastronomie und Kulturangebot. Als inzwischen wieder rechtmäßiger Besiter des historischen Gebäudes möchte die Stadt es allen zugänglich machen. Noch vor der Sommerpause soll der Stadtrat entscheiden, welches Konzept den Zuschlag bekommt.

Enten-Familie unternimmt Ausflug

Eine Entenfamilie hat am Dienstag in der Innenstadt für Wirbel gesorgt. Eine Entenmutter war gegen 11 Uhr mit ihren sechs Küken im Bereich der Rollgasse unterwegs. Mehrere aufmerksame Bürger versammelten sich mit Kartons, um die Küken kurzerhand einzufangen und vor dem Straßenverkehr zu schützen. Die Entenmutter beobachtete das Geschehen währenddessen lautstark aus der Luft. Anschließend brachten die Helfer die Tierfamilie zum nahegelegenen Teich im Weimarhallenpark. Die Polizei wurde letztlich nicht mehr benötigt, zeigte sich laut eigenem Bericht jedoch erfreut über das Engagement der Bürger. Der Einsatz endete für alle Beteiligten mit einem „Happy End“.

(mt/ki)