07.05.2026 |

»Weimar Nachrichten« vom 7. Mai 2026

Kleine äußert sich zur nicht verlängerten Förderung des BgR
In der gestrigen Stadtratssitzung haben mehrere Bürger nach den nicht verlängerten Mitteln für das Bündnis gegen Rechtsextremismus gefragt. Oberbürgermeister Peter Kleine hat dazu Stellung genommen. Laut Kleine endete die Finanzierung des BgR-Trägervereins zur Förderung von Demokratie und Toleranz zum Jahreswechsel. Die Zielvereinbarung zwischen Stadt und Verein lief am 31. Dezember 2025 aus. Für eine weitere Finanzierung wäre eine neue Zielvereinbarung nötig gewesen – über die der Stadtrat hätte beschließen müssen. Dabei hatte Kleine in seinem Haushaltsentwurf für 2026 eine Weiterförderung vorgeschlagen. Im Zuge der Haushaltsverhandlungen wurden jedoch andere Vorschläge eingebracht, die der Stadtrat mehrheitlich beschloss. Auch Kleine stimmte dem Kompromiss zu. Laut eigenen Angaben, im Interesse der Handlungsfähigkeit der Stadt. Im Mai soll es nun ein Gespräch zwischen Oberbürgermeister Peter Kleine und dem Bündnis gegen Rechtsextremismus geben.

Bauhaus-Universität veranstaltet erstmals Karriere-Festival
Die Bauhaus-Universität veranstaltet erstmals ein Karriere-Festival. Es läuft noch bis zum 13. Mai. Das Festival richtet sich laut Presse-Mitteilung an Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie internationale Talente. Ziel ist es, den Berufseinstieg aktiv zu gestalten und früh mit möglichen Arbeitgebern in Kontakt zu kommen. Im Mittelpunkt steht ein Workshop-Programm rund um den Bewerbungsprozess. Themen sind unter anderem Gehaltsverhandlungen, Initiativ-Bewerbungen sowie Kommunikations- und Networking-Kompetenzen. Ergänzend gibt es individuelle Beratungsformate. Auch wird eine digitale Matching-Plattform geboten. Höhepunkt des Festivals ist die Firmenkontaktmesse am 13. Mai in der Mensa am Park. Rund 40 Unternehmen werden dort persönliche Gespräche anbieten. Der Schwerpunkt liegt auf Architektur, Stadtplanung sowie Bau- und Ingenieurwesen. Für Studierende anderer Fachrichtungen gibt es gleichfalls Anknüpfungspunkte. In einer Minijob-Corner können sich Interessierte über studentische Beschäftigungsmöglichkeiten informieren. Diese Initiative entsteht in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Weimar.

DRK Weimar startet Haustür-Kampagne für Ehrenamt
Das Deutsche Rote Kreuz in Weimar startet heute eine Haustür-Kampagne. Es sollen dabei neue Förder-Mitglieder für die ehrenamtliche gewonnen werden. In den kommenden Wochen sind DRK-Teams direkt an den Haustüren der Menschen in Weimar und Umgebung unterwegs. Erkennbar sind sie an offizieller DRK-Kleidung und Dienstausweisen. Laut Vorstandsvorsitzendem Holger Welz wissen viele Menschen nicht, dass zentrale Bereiche wie Katastrophenschutz, Sanitätsdienst und Rettungshundestaffel überwiegend ehrenamtlich und spendenfinanziert getragen werden. Das gilt unter anderem auch für das Jugendrotkreuz und die Angebote für Kinder. Fördermitglieder sollen helfen, diese Arbeit dauerhaft zu sichern. Wer die Mitgliedschaft abschließen möchte, kann das direkt über ein Tablet vor Ort tun. Die Beitragshöhe wird individuell festgelegt. Bargeld und Sachspenden werden nicht entgegengenommen. Der Kreisverband betont: Die Unterstützung kommt direkt den Projekten zugute, die den Menschen in Weimar und Umgebung helfen.

Hochwasserschutz für Bad Berka
In Bad Berka wird heute Nachmittag die sanierte Stauanlage Tiefengruben eingeweiht. Sie soll die Stadt künftig vor Überflutungen durch Starkregen schützen. Ab 14 Uhr 30 Uhr findet an der Talsperre Tiefengruben die offizielle Bauabnahme statt. Dabei werden die erneuerten Anlagen an die Teilnehmergemeinschaft des Flurbereinigungsverfahrens übergeben. Thüringens Staatssekretär Tobias Knoblich nimmt an der Feier teil. Die Sanierung umfasste den kompletten Aus- und Umbau der technischen Anlagen sowie des Dammkörpers. Zuletzt hatte Bad Berka 2013 mit schweren Überflutungen durch Starkregen zu kämpfen. Die Stadt hatte daraufhin 2016 das Flurbereinigungs-Verfahren beantragt — mit dem Ziel, die Stauanlage in städtisches Eigentum zu überführen.

Anhörung zum möglichen AfD-Verbotsverfahren ist terminiert
Im Thüringer Landtag nimmt die Debatte um ein mögliches AfD-Verbotsverfahren konkrete Formen an. Laut MDR hat der Justizausschuss einen Termin-Fahrplan für eine Anhörung verabschiedet. Den Anstoß dazu gab die Linke. Bis Ende August werden Experten um ihre Einschätzungen gebeten. Am 30. September folgt dann eine öffentliche Anhörung im Landtag. Laut Linke-Abgeordnete Katharina König-Preuß sei dies notwendig, da die AfD die Grundpfeiler der Demokratie angreife. Widerstand kommt aus den Reihen der AfD. Der Abgeordnete Ringo Mühlmann bezeichnete ein Verbotsverfahren gegenüber MDR Thüringen als aussichtslos und als Verschwendung von Steuergeldern. Auch in der CDU sind Vorbehalte zu hören.

Polizei: Fensterscheibe mit Stahlkugel beschossen
Am Dienstagmorgen ist in der Ortschaft Am Ettersberg das Fenster eines Einfamilienhauses zum Ziel einer Stahlkugel geworden. Laut Polizei-Bericht nahmen die Bewohner des Hauses gegen 8 Uhr einen lauten Knall auf der Terrasse wahr. Sie entdeckten später ein Loch in der Fensterscheibe. Die gerufenen Beamten fanden vor dem beschädigten Fenster eine acht Millimeter große Metallkugel. Es entstand ein Schaden in Höhe von rund 1.000 Euro. Hinweise auf die Verursacher liegen derzeit nicht vor. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. Wer den Vorfall beobachten konnte, wird gebeten sich an die Polizei-Inspektion Weimar zu wenden.

(mt/ki)