»Weimar Nachrichten« vom 22. Mai 2026

„Anna wächst“ gewinnt Paritätischen Ehrenamtspreis
Die Weimarer Initiative „Anna wächst“ ist am Dienstagabend mit dem Paritätischen Ehrenamtspreis 2026 ausgezeichnet worden. Das teilt die Lebenshilfe Weimar/Apolda mit. Überreicht wurde der Preis von Peer Lück, dem Präsidenten der Paritätischen Bunt-Stiftung. Ziel der Initiative ist es, Kindern und Jugendlichen eine durchgängige inklusive Bildungsbiografie vom Schuleintritt bis zum Schulabschluss zu ermöglichen. Hinter „Anna wächst“ steht ein Netzwerk aus ehrenamtlich engagierten Eltern, Lehrer:innen und Unterstützer:innen rund um die Freie Ganztagsgrundschule Anna Amalia. Getragen wird die Initiative gemeinsam mit dem SALAMANCA leben e.V. und der Lebenshilfe. – Seit über 15 Jahren lernen Kinder in der Ganztagsschule gemeinsam miteinander und voneinander. Rund 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Für die nächsten Schritte sucht die Initiative noch starke Partnerinnen und Partner sowie passende räumliche Perspektiven.

Diskussion über Wut und Widerstand
Im Haus der Weimarer Republik diskutieren am Dienstag zwei Expertinnen über Wut und Widerstand. Anna-Lena von Hodenberg von HateAid und Dr. Jenny Baumann von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur werden auf dem Podium sitzen. Unter anderem sprechen sie darüber, wie wir als Gesellschaft mit öffentlichen Wutausbrüchen umgehen sollten, ob die mediengestützte Wutausübung zurückgedrängt werden muss und wie aus Wut gespeister Widerstand gegen demokratisch legitimierte Entscheidungen zu bewerten ist. Eingeladen haben die Bauhaus-Universität und der Weimarer Republik e.V., die in diesem Jahr gemeinsam eine sechsteilige Reihe zu „Medien und Demokratie im Umbruch“ veranstalten. Beginnen wird die Diskussion um 18 Uhr im Forum für Demokratie. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird unter veranstaltungen@hdwr.de gebeten. Wer nicht live dabei sein kann, findet die Aufzeichnung ab Mittwoch auf dem YouTube-Kanal des Hauses der Weimarer Republik.

Weimarer Land: Haushalt 2026 freigegeben
Das Thüringer Landesverwaltungsamt hat den Haushalt des Landkreises Weimarer Land für 2026 abschließend geprüft. Der Landkreis ist damit voll handlungsfähig und kann seine geplanten Investitionen umsetzen. Laut Thüringer Landesverwaltungsamt beträgt das Haushaltsvolumen insgesamt 193,7 Millionen Euro. Davon entfallen 172,6 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt, aus dem vor allem laufende Aufgaben wie Personal, soziale Leistungen und der Betrieb der Verwaltung finanziert werden. Weitere rund 21 Millionen Euro sind für den Vermögenshaushalt geplant und sollen insbesondere für Investitionen genutzt werden. Für das Haushaltsjahr 2026 wurde dem Landkreis eine Kreditaufnahme von 5,9 Millionen Euro genehmigt. Zusätzlich nimmt das Weimarer Land 4,3 Millionen Euro aus dem Thüringer Investitionspakt 2026–2029 in Anspruch.

Oldtimer-Schlosstreffen in Apolda startet heute
In Apolda beginnt heute das 31. Oldtimer-Schlosstreffen. Rund 183 historische Fahrzeuge fahren dabei durch das Weimarer Land. Den Auftakt macht heute Abend das traditionelle Benzingespräch im Hotel am Schloß Apolda. Ab 19 Uhr treffen sich dort Tüftler und Liebhaber historischer Fahrzeuge zum Austausch. Am Samstag startet die touristische Ausfahrt. Bürgermeister Olaf Müller gibt um 09:30 Uhr auf dem Marktplatz den Startschuss. Die rund 100 Kilometer lange Route führt über Cospeda und Bad Sulza zurück nach Apolda. Am Sonntag können Besucherinnen und Besucher dann die Fahrzeuge auf dem Schlossparkplatz aus der Nähe bestaunen. Gegen 12:30 Uhr rollt der traditionelle Korso durch Apolda und ausgewählte Ortsteile. – Das Treffen findet seit 1994 jährlich statt und knüpft an die Automobiltradition Apoldas an. Schon zu DDR-Zeiten wurden dort die sogenannten Apollo-Kraftfahrzeug-Veteranen-Rallyes veranstaltet.

16-Jähriger flüchtet vor Polizeikontrolle
Ein 16-jähriger Motorradfahrer ist am Mittwochabend im Bereich Am Ettersberg vor einer Polizeikontrolle geflüchtet. Laut Polizei war der Jugendliche zuvor auf einer Motocross-Maschine in Buttstädt unterwegs. Schließlich stellte er das Motorrad ab und flüchtete zu Fuß. Kurz darauf wurde er von Einsatzkräften gestellt. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 16-Jährige keine Fahrerlaubnis besaß. Der Jugendliche konnte auch die Herkunft des Fahrzeugs nicht glaubhaft erklären. Die Fahrgestellnummer wirkte nach ersten Erkenntnissen manipuliert. Das Motorrad wurde als mögliches Diebesgut sichergestellt. Die Polizei ermittelt nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie wegen des Verdachts eines Eigentumsdelikts.

(mt/ki)