03.09.2026 |

»Weimar Nachrichten« vom 3. September 2026

Stadtwerke Weimar dürfen nach Erdwärme suchen

Die Stadtwerke Weimar GmbH hat die Erlaubnis erhalten, nach Erdwärme zu suchen. Erteilt hat sie das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz. Laut einer gemeinsamen Presseerklärung darf das Unternehmen nun nach Geothermie bohren – und das in einer Tiefe von mehr als 400 Metern. Gesucht werden darf in einem zirka 495 Quadratkilometer großen Erlaubnisfeld. Das erstreckt sich auf Weimar und den zentralen Bereich des Weimarer Lands. Gleichfalls bezieht es auch die nördlich beziehungsweise westlich angrenzenden Bereiche des Landkreises Sömmerda und der Stadt Erfurt mit ein. Laut Stadtwerke-Chefin, Constanze Reppin, wolle man unter anderem wissen, ob und wieviel Wärme sich gewinnen lässt und wie die Geothermie im Vergleich zu anderen Wärmequellen abschneidet. Die bis Juni 2031 erteilte Erlaubnis ermöglicht zunächst nur die Suche nach Erdwärme. Konkrete Maßnahmen, wie seismische Messungen oder Probebohrungen, erfordern weitere Genehmigungen.

Fahrradklima-Test gestartet

Wie fahrradfreundlich ist Weimar? Das können nun Radfahrer und Radfahrerinnen aus der Goethestadt erneut im bundesweiten Fahrradklima-Test des ADFC angeben. Wie der Verein mitteilt, wird die am ersten September gestartete Befragung bis zum 30. November stattfinden. Rund zehn Minuten dauert sie und umfasst 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit. Auch gibt es fünf Zusatzfragen, bei denen es diesmal um die Mobilität von Kindern und Jugendlichen geht. Darüber hinaus ist auch die Stadt gefragt, sie kann angeben, wie sie den Radverkehr bereits fördert. – Am Test vor zwei Jahren hatten sich 140 Weimarer beteiligt. Damals erreichte die Stadt im bundesweiten Vergleich mit einer Bewertung von 4,0 nur Platz 61 von 113. Die Teilnahme an der Umfrage ist online unter fkt.adfc.de möglich. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Orte wird dann im Frühjahr 2027 vorgestellt.

Genius-Loci-Festival rückt näher

Das Genius-Loci-Festival nähert sich mit großen Schritten. Vom 11. bis 13. September wird es ab 20 Uhr erneut ausgewählte Fassaden Weimars zum Leben erwecken. Laut der Veranstalter steht die mittlerweile 13. Ausgabe des Festivals unter dem Titel „Democracy and Society“. So widmet es sich den Fragen des demokratischen Zusammenlebens, der gesellschaftlichen Teilhabe und der Rolle von Kunst im öffentlichen Raum. An drei historischen Orten werden die Gewinner-Arbeiten des diesjährigen Videomapping-Wettbewerb präsentiert. So ist am Niketempel, dem Sitz von Radio LOTTE, die Projektion „Temple of Voices: An Unfinished Common Script“ von AOTOO aus China zu sehen. Das Haus der Weimarer Republik wird von dem Werk „STRATUM“ zum Leuchten gebracht. Geschaffen hat es der iranische Künstler Amir Ahmadoghlu. An Schillers Wohnhaus ist die Arbeit „Fragilis“ von Rita Reis aus Portugal zu erleben. Die Besucher*innen des Festivals können darüber abstimmen, welche Projektion den Publikumspreis des Projection-Mapping-Wettbewerbs gewinnt. Dotiert ist er mit 3.000 Euro.

Kinderuni erhält neue Koordinatorin

Die Kinderuni Weimar hat eine neue Koordinatorin. Wie die Thüringer Allgemeine berichtet, wurde Christine Schild nach 20 Jahren im Amt in den Ruhestand verabschiedet. Ihre Nachfolge tritt Ivana Buhl an. Der Trägerverbund der Kinderuni bedankte sich bei Christine Schild für ihren „unermüdlichen Einsatz“. Zum Abschied wurde zudem ihre „prägende Rolle beim Aufbau und der Weiterentwicklung des einzigartigen Bildungsangebots für Kinder“ hervorgehoben.

Böschung bei Vollersroda in Brand gesetzt 

Bei Vollersroda hat am Dienstag eine Böschung gebrannt. Eine Spaziergängerin bemerkte laut eines Polizeiberichts auf einem Feldweg in der Nähe des Klinikums Weimar zunächst Rauch und sah kurz darauf einen Mann nahe der Brandstelle. Als sie ihn auf das Feuer ansprach, entfernte er sich zügig und lief in Richtung Weimar davon. Die Feuerwehr löschte die in Brand geratene, rund fünf Meter lange und einen halben Meter breite Fläche. Der Sachschaden wird auf etwa 100 Euro geschätzt. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch Brandlegung.

Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*

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