»Weimar Nachrichten« vom 5. August 2026

Neues Projekt soll Zugewanderten den Weg in den Job erleichtern
Die Stadt Weimar will Zugewanderten den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Dafür ist ein neues Projekt in der Stadtverwaltung angelaufen. Laut einer Mitteilung trägt es den Namen K.I.K.E., Kompetenzzentrum Integrationsmanagement und Kommunikationsentwicklung. Die Idee des Vorhabens ist das Erreichen eines sogenannten Ein-Schalter-Prinzips. Zugewanderte sollen ihre Anliegen künftig möglichst an einem einzigen Termin klären können, statt von Amt zu Amt geschickt zu werden. Für das Projekt ist Weimar eine von fünf Modellkommunen in Thüringen und Sachsen. Allen Kommunen ist gemein, dass ihre Behörden unter erheblichem Druck stehen. Steigende Fallzahlen, Personalmangel und komplexe Rechtslagen erschweren dort die Arbeit. Wie Julia Brade, Projektleiterin von interculture.de, betont, würde das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten, besonders in ostdeutschen Regionen. Eine Zielsetzung ist zudem, die Verwaltung sprachlich verständlicher werden zu lassen. Hierfür sollen Mitarbeitende gezielt geschult werden. Auch soll KI zum Einsatz kommen. Sie kann dabei helfen, komplizierte Texte in klare Sprache zu übertragen.
Unwetter richtet schwere Schäden in Thangelstedt an
Ein Unwetter hat am Montagabend für besonders schwere Schäden im Blankenhainer Ortsteil Thangelstedt gesorgt. Nach Angaben der Feuerwehr sei eine Gewitterzelle mit starken Windböen über den Ort hinweggezogen. Der Deutsche Wetterdienst hatte für die Region zuvor vor Unwettern gewarnt. Laut eines MDR-Berichts wurde unter anderem das Dach einer Reithalle zur Hälfte abgedeckt. Ebenso schlugen herab-gerissene Dachplatten in andere Gebäude ein. Auch zerriss der Sturm Freileitungen, wodurch es zu kurzzeitigen Stromausfällen kam. Verwüstet wurde auch ein Spielplatz. Außerdem blockierten umgestürzte Bäume Zufahrtsstraßen. Vom Sturm betroffen war auch Kottendorf. Dort konnte die Feuerwehr ebenfalls an mehreren Dächern Schäden feststellen.
Straßenbauarbeiten legen Bushaltestelle lahm
In Weimar gibt es eine weitere Einschränkung für den Busverkehr. Laut der Stadtwirtschaft kann voraussichtlich bis zum Freitag die Haltestelle „Zum Hospitalgraben“ nicht angefahren werden. Grund sind Straßenbauarbeiten, die bereits seit Dienstag laufen. Die Fahrgäste werden deshalb gebeten, in dieser Zeit auf die Haltestelle „Klinikum“ auszuweichen. Auskünfte gibt es im Kundenzentrum am Goetheplatz und online unter swg-weimar.de sowie in der VMT-App.
Wochenmarkt zieht um
Der Wochenmarkt ist seit gestern erstmals auf dem Platz der Demokratie zu finden. Nach Angaben der Stadt ist der Grund dafür die Aufführung des Theater-Klassikers „Jedermann“ auf dem Marktplatz. Die Verlegung gilt bis zum 17. August. Ein Bratwurststand ist in dieser Zeit auf dem Frauenplan zu finden. Ein Teil der Versorgerstände bleibt zudem im hinteren Bereich des Marktplatzes bestehen. Außerdem empfängt am Freitag und Samstag „El Taco Loco“ seine Kundschaft auf dem Goetheplatz.
Sperrungen in Weimar
Heute muss im Straßenverkehr Weimars gleich mit zwei Vollsperrungen gerechnet werden. Betroffen ist die Asbachstraße zwischen der Kreuzung Bad Hersfelder Straße und dem Fußgängerüberweg an der Bertuchstraße. Dort wird ein Kran aufgestellt, um den Aufbau der Trafostation fortzusetzen. Die Sperrung gilt von 7 bis 18 Uhr. Auch die Bad Hersfelder Straße ist im selben Zeitraum komplett gesperrt, und zwar zwischen Schwanseestraße und Asbachstraße. Gesperrt ist der Bereich für den Abbau und Abtransport der Bühne und Tribüne der Open-Air-Konzerte im Weimarhallenpark.
Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*
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