»Weimar Nachrichten« vom 6. Juli 2026

DNT-Sommertheater zieht Bilanz

Das diesjährige Sommertheater des DNT haben rund 11.200 Gäste besucht. Nach eigenen Angaben des Deutschen Nationaltheaters herrschte anfangs wegen der kühleren Temperaturen noch etwas Zurückhaltung beim Publikum. Zuletzt waren jedoch alle Vorstellungen ausverkauft. Auch musste keine einzige witterungsbedingt abgesagt oder abgebrochen werden. Seit der Premiere des Stücks „Der Menschenfeind“ am 5. Juni gab es insgesamt 18 Vorstellungen am e-werk. Hinzu kamen die zwei Rambazambabar-Ausgaben „That’s life!“. Auch im kommenden Jahr wird das DNT wieder auf der Open-Air-Bühne am e-werk spielen. Dann ist Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ zu erleben. Inszeniert wird das Stück von der Regisseurin Charlotte Sprenger. Vom 11. Juni bis zum 8. Juli 2027 sind 18 Vorstellungen geplant. Der Vorverkauf ist bereits gestartet.

Kassenärztliche Vereinigung zeigt NS-Geschichte

Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen zeigt aktuell die Ausstellung „Systemerkrankung. Arzt und Patient im Nationalsozialismus“. Noch bis zum 7. August kann sie in Weimar, im Foyer der Vereinigung, besucht werden. In der Ausstellung wird die Rolle der Ärzte im Dritten Reich aufgearbeitet. Sie zeigt unter anderem, wie die Vorgänger-Organisation der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, die KVD, an der Entrechtung und Vertreibung jüdischer sowie oppositioneller Kassenärzte beteiligt war. Die Zentrale dieser Organisation befand sich einst in der Weimarer Bauhausstraße 11. Informationstafeln erinnern dort inzwischen an dieses dunkle Kapitel. Für die Ausstellung wurde größtenteils unveröffentlichtes Quellenmaterial multimedial aufbereitet, mit Texten, Dokumenten, Fotos sowie Ton- und Videomaterial. Die Schau bildet den Abschluss eines Forschungsprojekts zur Geschichte dieser Vorgängerorganisation.

Rudolstadt-Festival zieht knapp 90.000 Besucher an 

Das Rudolstadt-Festival hat am Wochenende knapp 90.000 Menschen anlocken können. Damit kamen laut einem DPA-Bericht zufolge ähnlich viele Gäste wie im Vorjahr. Bei der 34. Auflage des Folk- und Weltmusik-Festivals traten Künstlerinnen und Künstler aus rund 40 Ländern auf. Zum Abschluss des Festivals am Sonntag wurde der Weltmusikpreis „Ruth“ vergeben. Erhalten hat ihn die Songschreiberin Dota Kehr, vor allem für ihre Vertonung von Gedichten der Dichterin Mascha Kaléko aus den 1920er Jahren. Ihr Preisgeld von 5.000 Euro möchte Dota Kehr zu gleichen Teilen an die Organisation Ärzte ohne Grenzen und an den brasilianischen Musiker Danilo Guilherme spenden. Er ist an ALS erkrankt, das Geld soll seine Behandlung mit finanzieren. Konzerte fanden unter anderem im Heinepark, im Schiller-Theater und in der Lutherkirche statt. Insgesamt gab es rund 30 Bühnen. Das nächste Rudolstadt-Festival soll vom 1. bis 4. Juli 2027 stattfinden. Länderschwerpunkt war in diesem Jahr Österreich, im kommenden Jahr soll es Südkorea sein.

Messerangriff in Apolda

In Apolda ist am Freitagabend ein 36-Jähriger Opfer eines Messerangriffs geworden. Vor einem Getränkemarkt in der Straße des Friedens soll sich laut Polizei die Tat ereignet haben. Ein 33-jähriger Mann habe dort mehrfach mit einem Klappmesser auf sein Opfer eingestochen. Der 36-Jährige erlitt schwere Verletzungen an Hals und Schultern und kam ins Krankenhaus. Laut Polizei besteht für das Opfer mittlerweile keine Lebensgefahr mehr. Den mutmaßlichen Angreifer nahmen Beamte noch am Tatort fest. Das Messer konnte in der Nähe sichergestellt werden. Warum es zu der Attacke kam, ist bislang unklar. Zum Hintergrund der Tat ermittelt die Kriminalpolizei Jena. Der 33-jährige Täter kam zunächst in Polizeigewahrsam. Seit Samstag sitzt er in einer Justizvollzugsanstalt.

Zwei Straßensperrungen in Weimar

Autofahrer in Weimar müssen sich auf zwei größere Straßensperrungen einstellen. Wie die Stadt informiert, ist die Brucknerstraße zwischen den Hausnummern 27 und 33 ab dem 6. Juli von einer Vollsperrung betroffen. Grund ist eine Havarie am Abwasserkanal. Die Arbeiten sollen dort bis zum 17. Juli dauern. Gleichfalls wird es zu einer Sperrung des Bahnübergangs an der Legefelder Hauptstraße kommen. Er wird ab dem 7. Juli, von 23 Uhr, nicht passierbar sein. Die Bahn saniert dort den Übergang. Beendet ist die Sperrung dann laut der Stadt am 24. Juli, gegen 23 Uhr. Für diese Zeit gibt es eine Umleitung über Niedergrunstedt, Obergrunstedt und die B 85.

Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*

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