»Weimar Nachrichten« vom 7. Juli 2026

Geld für Mitte-Deutschland-Verbindung in Sicht
Für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Weimar und Gößnitz steht eine erweiterte Finanzierung in Aussicht. Wie der MDR berichtet, beabsichtigt die Bundesregierung im Bundeshaushalt 2027 zusätzliche Mittel für die Mitte-Deutschland-Verbindung einzustellen. Damit könne die Finanzierung des Vorhabens abgesichert werden. Das teilte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt in einem Schreiben mit. So sollen auch die nächsten Planungsschritte vorangetrieben werden, heißt es. Eine exakte Summe nannte Schnieder in seinem Schreiben nicht. Auch ließ er offen, welche Schritte er finanzieren möchte. Der Bundestag muss die zusätzlichen Gelder noch beschließen. Gestern entschied das Bundeskabinett über den Entwurf des Etats. Für Ministerpräsident Mario Voigt sei das Schreiben ein wichtiges Signal für das seit Jahrzehnten geplante Projekt.
Frischekur für Weimars Schulen
Während der Sommerferien erhalten viele Schulen Weimars eine Frischekur. Dabei geht es nicht nur um Schönheitsreparaturen, sondern auch um umfangreiche Sanierungen und Brandschutzmaßnahmen. Das geht aus einer Übersicht der Stadt hervor. Unter anderem wird im Goethe-Gymnasiums am Herderplatz die Hausalarmanlage erneuert und erweitert. Außerdem werden die Dichtleisten an den Klassenraumtüren ausgetauscht. Deutlich umfangreicher fallen die Arbeiten am Schillergymnasium aus. Dort werden im 3. und 4. Obergeschoss unter anderem ein Musik-Klassenraum renoviert und Flurbereiche saniert. Parallel dazu wird die denkmalgerechte Sanierung der Ostfassade und der schulhofseitigen Eingangspodeste fortgesetzt. Gleichfalls werden an der Westfassade die historischen Fenster ausgebessert. Des Weiteren wird die schulfreie Zeit für notwendige Wartungsarbeiten genutzt. Außerdem werden an vielen Schulen die Grund- und Glasreinigungsarbeiten realisiert.
Buchenwald erhält Dokumente von Holocaust-Opfern
Mehr als 600 persönliche Dokumente von Holocaust-Opfern sind an zehn deutsche Gedenkstätten übergeben worden. Laut DPA war auch Buchenwald darunter. Zur Übergabe im nordrhein-westfälischen Landtag kamen Vertreterinnen und Vertreter der Gedenkstätten und ehemaligen Konzentrationslager zusammen. Neben Buchenwald waren das u. a. Bergen-Belsen, Dachau, Sachsenhausen und auch die Gedenkstätte Hadamar. Bei den übergebenen Stücken handelt es sich beispielsweise um Lagerpostkarten, Täterbriefe und Lagergeld. Die Stiftung Auschwitz-Birkenau hatte die Dokumente Anfang des Jahres treuhänderisch aus einer abgesagten Auktion in Neuss bei Düsseldorf übernommen. Ein Bündnis aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Journalisten hatte sich dafür eingesetzt, dass die Unterlagen in die Archive der Gedenkstätten aufgenommen werden.
Aktion „Kindern Urlaub schenken“ startet in die Ferien
Die Aktion „Kindern Urlaub schenken“ unterstützt auch in diesem Jahr zahlreiche Ferien-Aktivitäten kirchlicher und diakonischer Einrichtungen. Wie es in einer Mitteilung heißt, nehmen mithilfe der Partnerorganisationen nun mehr als 2.000 Kinder aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt an verschiedenen Angeboten teil. Ziel ist es, Kindern aus einkommensschwachen oder belasteten Familien einen erlebnisreichen Sommer-Urlaub zu ermöglichen. Um diese Hilfe langfristig zu gewährleisten, werden jährlich rund 300.000 Euro an Spenden benötigt, heißt es. Eine wichtige Spendenquelle fällt in diesem Jahr allerdings weg. Der Benefizlauf „Lauf & Schenke“ in Leipzig wurde wegen der Hitze abgesagt. Er brachte in den vergangenen Jahren mehr als 50.000 Euro ein, erklärte Andreas Hesse, Leiter des Spendenprogramms. Er hofft nun auf eine zusätzliche Spendenbereitschaft. Das Projekt blickt insgesamt auf eine 20-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 2006 riefen Kirche und Diakonie erstmals zu Spenden für die Initiative auf. Seitdem ist sie kontinuierlich gewachsen und fördert aktuell jährlich rund 300 Ferienmaßnahmen für etwa 5.000 Kinder und Jugendliche.
Balkonsturz nach Streit in Apolda
In Apolda ist am vergangenen Samstagabend ein Streit unter vier Männern eskaliert. Ein 48-Jähriger stürzte dabei vom Balkon einer Erdgeschosswohnung. Laut Polizei hatten sich zwei Männer über den Balkon Zutritt zu der Wohnung verschafft und waren dort mit zwei weiteren Männern in Streit geraten. Dabei kam es zu einem Handgemenge. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurde der 48-Jährige vom Balkon gestoßen und stürzte etwa 1,80 Meter tief. Er erlitt dabei leichte Verletzungen. Polizeiangaben zufolge war die Ursache ein Streit wegen einer kürzlich verstorbenen Angehörigen.
Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*
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