»Weimar Nachrichten« vom 8. Juli 2026

Sparkassenstiftung zeichnet zwölf Absolventen aus
Die Sparkassenstiftung Weimar – Weimarer Land hat zum 17. Mal ihren Förderpreis für exzellente schulische Leistungen und hohes gesellschaftliches Engagement vergeben. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr 12 Absolventen und Absolventinnen aus Weimar und dem Landkreis. Erhalten hat ihn unter anderem Nelly Doll vom Humboldt-Gymnasium. Abgeschlossen hat sie ihr Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,3. Sie zeigte ihr Engagement als Mitglied der Schulkonferenz, innerhalb des Aufsichtsrates der Schülerfirma und als Teilnehmerin der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Gewürdigt wurde auch Theresa Wickel von der Bertuch-Schule. Theresa erzielte einen Abiturdurchschnitt von 1,0. Sie engagiert sich seit mehreren Jahren außerschulisch in der Tanzwerkstatt Weimar. Der Preis ist mit je 500 Euro dotiert. Er soll als Startkapital für die weitere Ausbildung der Preisträgerinnen und Preisträger dienen. Die Sparkassenstiftung stellte insgesamt Preisgelder in Höhe von 5.500 Euro zur Verfügung. Seit 2010 hat sie insgesamt 182 Schulabsolventen mit Preisgeldern von mehr als 76.000 Euro ausgezeichnet.
Ferienstart mit Ausblick
Zum Ferienstart konnten zahlreiche Weimarer Schulkinder ihre Heimatstadt von oben bestaunen. Wie die Stadt mitteilte, begrüßte Bürgermeister Ralf Kirsten insgesamt 96 Kinder zu einem kostenlosen Besuch des Panoramalifts auf dem Goetheplatz. Mit dabei waren 36 Kinder aus Schöndorf und 20 aus der Grundschule Albert Schweitzer. Den Ausblick wagten auch 40 Kinder, die beim Talentcampus im Kinderhaus ihre Ferien verbringen. Trotz mancher Höhenangst hatten die Kinder viel Spaß und konnten neue Eindrücke von der Kulturstadt aus der Vogelperspektive mitnehmen. Der mobile Lift ist 71 Meter hoch und gilt als der höchste seiner Art weltweit. Er steht seit Juni 2026 auf dem Goetheplatz und ist noch bis zum 11. Juli für Besucher geöffnet.
Ausbau der Humboldtstraße startet am 20. Juli
Am 20. Juli starten die Arbeiten zum Ausbau der Humboldtstraße. Begonnen werden sie im ersten Bauabschnitt zwischen der Cranachstraße und der Theodor-Körner-Straße. Nach Angaben der Stadt wird die Kreuzung Humboldt- / Cranachstraße zu einem Kreisverkehr umgebaut. Gleichzeitig werden der Mischwasserkanal sowie die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert. Außerdem entstehen barrierefreie Bushaltestellen, neue Gehwege und eine moderne Straßenbeleuchtung.
Die Bauarbeiten erfolgen überwiegend unter Vollsperrung. Zunächst ist der Kreuzungs-Bereich Cranachstraße bis voraussichtlich Mitte oder Ende September halbseitig mit Ampelregelung befahrbar. Dabei werden die südliche Humboldtstraße, die westliche Cranachstraße und die Henßstraße zur Sackgasse. Zugänglich bleiben durch die Ampel die nördliche Humboldtstraße, die östliche Cranachstraße und die Wilhelm-Külz-Straße. Anschließend ist bis Ende des Jahres eine Vollsperrung für die Straßenbauarbeiten nötig. Laut der Stadt werden die anfallenden Umleitungen ausgeschildert sein. Der Busverkehr wird über die Windmühlenstraße fahren.
Staatskapelle lädt zum großen Mitmach-Konzert
Die Staatskapelle Weimar lädt zum Mitspielen ein. Beim „Symphonic Mob“ am 12. September können musikbegeisterte Laien zusammen mit den Musik-Profis des DNT auf dem Theaterplatz spielen. Das gemeinsame Musizieren beginnt dort ab 14.30 Uhr. Bei schlechtem Wetter zieht das Konzert ins Große Haus um. Der „Symphonic Mob“ wird das DNT-Theaterfest der neuen Spielzeit musikalisch eröffnen. Dirigieren und moderieren wird das Event Musikdirektor Daniel Carter. Mitmachen kann jeder, der ein Instrument ohne elektrische Verstärkung beherrscht. Eine Teilnahme ist unabhängig von Alter oder Spielniveau möglich. Interessierte können sich online anmelden. Die passenden Noten für ihr Instrument stehen auf der Symphonic-Mob-Webseite zum Herunterladen bereit. So kann über den Sommer für den Auftritt geübt werden. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Förder- und Freundeskreis des DNT.
Über 50 Audioguides laden zur Entdeckungsreise
Zum Ferienstart lädt das Projekt „Hör mal im Museum“ dazu ein, Thüringens Kultur zu entdecken. Mehr als 50 Audioguides für Museen, Burgen und Schlösser sind dabei von Kindern und Jugendlichen selbst produziert worden. Getragen wird das Projekt von der Thüringer Landesmedienanstalt und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Beteiligt sind mittlerweile Einrichtungen wie die Burg Ranis, das Bernhard-Prager-Haus in Apolda und das Museum am Gradierwerk Bad Salzungen. Auch das Otto-Dix-Haus in Gera und die Meininger Museen gehören dazu. Die Audioguides entstehen im Rahmen medienpädagogischer Projekte. Dabei recherchieren Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 17 Jahren, schreiben die Texte und sprechen die Rollen ein. – Laut Projektbeschreibung zählt die Initiative „Hör mal im Museum“ zu den größten dieser Art in Deutschland. Unterstützung kommt außerdem von Thüringer Museen, Schulen, Bürgersendern sowie der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek.
Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*
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