»Weimar Nachrichten« vom 9. Juli 2026

Bauhaus-Uni lädt zur summaery 2026

Die „summaery 2026“ ist ab heute auf dem Campus der Bauhaus-Universität und an anderen Orten Weimars zu erleben. Bis Sonntag präsentieren Studierende und Lehrende mehr als 150 Projekte aus Architektur, Bauingenieurwesen, Kunst, Gestaltung und Medien. Sie zeigen, wie vielfältig das diesjährige Motto „prompt“ interpretiert werden kann. Das wird unter anderem am Freitag, von 17 bis 22 Uhr, während der “OPEN LAB NIGHT” der Fakultät Medien wahrnehmbar. Dort können Interessierte interaktive Technologien, virtuelle Welten und intelligente Systeme ausprobieren. Wie vielfältig das Motto gedeutet werden kann, führt auch die Fakultät Kunst und Gestaltung vor Augen. Dort wird der Prompt zum Dialog zwischen Mensch, Material und digitalem Raum. Neben dem Campus können auch die Sendehalle in der Humboldtstraße, die ehemalige Hauptpost am Goetheplatz sowie mehrere kleinere Galerien in der Stadt als Ausstellungsorte besucht werden. Begleitet wird die Jahresschau vom Hochschulradio bauhaus.fm, das bis Samstag täglich live vom Campus sendet. Nähere Informationen zum Programm der Jahresschau sind online unter uni-weimar.de zu finden.

Lyonel Kunstpreis wird zum 7. Mal verliehen

Am Freitag wird zum siebenten Mal der Lyonel Kunstpreis verliehen. Der Nachwuchspreis richtet sich an Absolventinnen und Absolventen der Freien Kunst und würdigt herausragende künstlerische Abschlussarbeiten. Nominiert sind in diesem Jahr Lilly Braatz, Fridtjof Knospe und Jakob Elias Meyer. Über die Auswahl der Nominierten und über die Vergabe des Preises entscheidet eine Fachjury. Gestiftet wird die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung vom Lyonel e.V., einem Verein zur Förderung von Kunst, Gestaltung und Kultur. In einer Gruppenausstellung werden die Arbeiten der Nominierten im Rahmen der Jahresschau “summaery2026” gezeigt. Zu sehen ist die Ausstellung dann ab Freitagabend in der Berkaer Straße 11.

Yiddish-Summer-Workshops starten     

Das Workshop-Programm des Yiddish Summer Weimar wird am Samstag anlaufen. Angeboten werden erneut Kurse zum jiddischen Lied, zur Instrumentalmusik und zur Sprache. In diesem Jahr rückt das Festival gezielt Frauenstimmen in den Mittelpunkt. Laut Gastkuratorin Diana Matut wurde die Jiddisch-sprachige Kulturgeschichte über Jahrhunderte hinweg durch Frauen be- und gefördert. Die diesjährige Festivalausgabe trägt deshalb den Titel „Yiddish Wo:men – Eine andere Geschichte der Moderne“. Unter anderem wird es einen Workshop zum Thema Frauen und jüdisches Leben in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft geben. Dem Schwerpunkt entsprechend entstand auch das Musiktheaterstück „Rose Shoshana Kahan – A Yiddish Story of Shanghai“. Es basiert auf dem Tagebuch der gleichnamigen jüdischen Schauspielerin und Händlerin. Konzerte und weitere Aufführungen sind vor allem in Weimar geplant, aber auch in Erfurt und Eisenach sowie im Ausland. Die Festivalwoche wird vom 1. bis 8. August stattfinden. Eröffnet wird das Festival offiziell am 16. Juli mit einem Konzert des YAM Ensembles.

Engagement-Botschafter für 2027 gesucht

Die Thüringer Ehrenamtsstiftung sucht für das kommende Jahr neue Engagement-Botschafter. Noch bis zum 30. August können Vorschläge für den Titel bei der Stiftung eingereicht werden. Vergeben wird er in den Kategorien Einzelperson, Junges Engagement und Unternehmer. Gesucht werden Menschen, die sich durch herausragendes freiwilliges Engagement in ihrer Region auszeichnen. Die künftigen Botschafter übernehmen dann eine aktive Rolle. Sie machen ein Jahr lang ehrenamtliche Vielfalt sichtbar, werben für freiwilliges Engagement und bringen eigene Ideen ein. Damit unterstützen sie die Stiftung dabei, noch mehr Menschen für gemeinschaftliches Handeln zu gewinnen. Verliehen wird der Titel im Rahmen der Thüringen-Gala am 6. November 2026. Die Ausgezeichneten erhalten ein Preisgeld von jeweils rund 2.000 Euro aus dem Tombola-Erlös sowie eine handgefertigte silberne Schmucknadel.

Gegenstände aus Hochhaus geworfen

In Weimar-West hat eine unbekannte Person am Dienstagvormittag mehrere Gegenstände aus einem Plattenbau geworfen. Laut Polizei warf die Person zunächst mehrere DVDs aus dem 6. Obergeschoss des Gebäudes. Kurz darauf sei zudem ein mit Sand gefüllter Klebebandabroller aus Kunststoff aus dem Fenster geworfen worden. Eine Passantin, die in diesem Moment den Gehweg überquerte, wurde dabei nur um wenige Zentimeter verfehlt. Die Frau blieb unverletzt. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und bittet Zeugen, die den Vorfall beobachten konnten, sich zu melden.

Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*

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