»Weimar Nachrichten« vom 10. Juni 2026

Bauhaus-Studierende taufen Betonkanus
Heute laden Studierende der Bauhaus-Uni zur öffentlichen Taufe ihrer Betonkanus ins Schwanseebad ein. Laut Mitteilung wird sie 13 Uhr 30 stattfinden, gefolgt von einer Testfahrt. Getestet werden die Boote für die Teilnahme an der 20. Betonkanu-Regatta in Brandenburg an der Havel. Zu Wasser gelassen werden zwei leichte und wendige Boote aus Beton, für jeweils zwei Frauen- und Männermannschaften und ein gemischtes Team. In diesem Jahr wurde die Betonmischung nochmals optimiert. 27 Studierende sind an dem Vorhaben beteiligt. Das Motto des Teams lautet „Betonion“, eine Anspielung auf den Weimarer Zwiebelmarkt.
Stattfinden wird die Betonkanu-Regatta vom 19. bis zum 20. Juni. Seit 1994 ist die Bauhaus-Uni mit dabei. Im Jahr 2024 erkämpfte sie unter anderem in den sportlichen Wettkämpfen zwei Siege und holte einen zweiten Platz. Auch gewann sie den Wettbewerb Gestaltung. (mt)
Vierter Kulturstadttriathlon lädt Profis und Jedermann ein
Beim 4. Kulturstadttriathlon in Weimar gehen Ende Juni auch Bundesliga-Profis an den Start. Wie es in einer Mitteilung heißt, werden sich 14 Frauen- und 16 Männerteams in der zweiten Triathlon-Bundesliga Nord miteinander messen. Ausgetragen wird der Bundesliga-Wettkampf im Team-Relay-Format. Dabei treten jeweils vier Sportlerinnen und Sportler gemeinsam als Team im Supersprint an. Als einer der Favoriten gilt die Mannschaft „Weimarer Ingenieure“ des HSV Weimar. Noch bevor die Profis an den Start gehen, zeigen junge Talente ihr Können. Im Rahmen des Thüringer-Triathlon-Cups werden sie das Event einläuten. Am Nachmittag folgt dann der Triathlon für Jedermann. Dort gibt es noch freie Startplätze. – Neben Wettkämpfen wird außerdem ein Familienfest geboten. Für die Organisation der Veranstaltung ist der Weimarer HSV verantwortlich. (mt)
Anmeldefrist für Tag des offenen Ateliers 2026
Noch bis zum 30. Juni besteht die Möglichkeit, sich für den Tag des offenen Ateliers anzumelden. Darauf hat die Stadt aufmerksam gemacht. Stattfinden wird er am 19. September – und das bereits zum 30. Mal. Bewerben können sich Künstler und Künstlerinnen, die ihre Ateliers und Werkstätten an diesem Tag von 11 bis 18 Uhr für Interessierte öffnen möchten. Die entsprechende Anmeldung ist unter der E-Mail-Adresse sarah.cueppers@stadtweimar.de möglich. Anzugeben sind dabei Name und Vorname, Kunstrichtung und Anschrift des Ateliers. Zudem sind ein Porträtfoto und Werkfoto mit Angaben zu Titel, Entstehungsjahr und Autor mitzuschicken. (mt)
Thüringen hält an Baustart der Mitte-Deutschland-Verbindung fest
Thüringens Verkehrsminister Steffen Schütz rechnet noch immer mit einem Baustart der Mitte -Deutschland-Verbindung im Jahr 2027. Das erklärte Schütz der DPA nach einer Kabinettssitzung, zu der auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder angereist war. Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass der geplante Baustart womöglich nicht zu halten ist. Schütz betonte, er vertraue auf die Aussagen von Schnieder und Bundeskanzler Merz. Beiden sei klar, wie wichtig die Strecke nicht nur für Thüringen, sondern auch als europäische Verbindung zwischen der Rhein-Ruhr-Region und Polen sei.
Doch die Finanzierung steht noch nicht. Laut Bundesverkehrsministerium fehlen bis 2029 rund zwei Milliarden Euro für mehrere Bahn-Projekte. Davon betroffen ist auch der Abschnitt von Weimar über Gera nach Gößnitz, für den Kosten von 544 Millionen Euro veranschlagt sind. Schnieder hatte dem MDR gesagt, man kämpfe derzeit um eine Finanzierung.
Die Mitte-Deutschland-Verbindung ist 517 Kilometer lang und soll Fahrten von Sachsen über Thüringen in den Westen Deutschlands beschleunigen. Dafür ist eine vollständige Elektrifizierung der Strecke geplant. (mt/ki)
26-Jähriger bedroht Einsatzkräfte in der Buttelstedter Straße
Ein 26-Jähriger hat in der Nacht zu Dienstag in der Buttelstedter Straße einen größeren Einsatz ausgelöst. Laut Polizei gingen Hinweise auf eine offenbar psychisch auffällige und alkoholisierte Person ein. Der Mann soll zuvor mehrfach versucht haben, sich durch Sprünge vor fahrende Fahrzeuge selbst zu verletzen. Ersthelfer kümmerten sich um ihn, bis Polizei und Rettungsdienst eintrafen. Der 26-Jährige leistete während der folgenden Maßnahmen erheblichen Widerstand. Er bedrohte und beleidigte die Einsatzkräfte mehrfach und zeigte den sogenannten Hitlergruß. Um weitere Gefahren abzuwehren, mussten ihn die Einsatzkräfte fixieren. Anschließend wurde er ins Krankenhaus gebracht. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. (mt/ki)