»Weimar Nachrichten« vom 10. September 2026

Bundesweiter Warntag auch in Weimar
Heute um 11 Uhr findet in ganz Deutschland wieder der bundesweite Warntag statt. Auch Weimar wird sich vollumfänglich beteiligen. Um Punkt 11 Uhr versendet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine Testwarnung, die über Radio, Fernsehen, Warn-Apps und mobil über Cell Broadcast Millionen von Menschen erreicht. In Weimar werden dazu alle 18 aktiven Sirenenstandorte im Stadtgebiet ausgelöst. Die Entwarnung erfolgt um 11 Uhr 45. Ein Sirenenstandort ist wegen Umbauarbeiten nicht zu hören und wird zu einem späteren Zeitpunkt separat getestet. In den vergangenen zwei Wochen wurden zwei neue Sirenen in Betrieb genommen, eine in Tiefurt und eine im Bereich der Parkvorstadt. Für das kommende Jahr sind zwei weitere Anlagen in Ehringsdorf und in der Südstadt geplant. Der Warntag dient dazu, die Warnsysteme zu prüfen und im Ernstfall besser zu funktionieren. Die Bevölkerung ist aufgerufen, an einer Online-Befragung teilzunehmen, die noch bis zum 17. September läuft.
Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Verbindung verzögert sich
Die geplante Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Weimar und Gößnitz verzögert sich. Das Thüringer Verkehrsministerium verschiebt deshalb die Ausschreibung neuer Regionalverkehrsleistungen. Als Grund nennt das Ministerium fehlende Finanzierungsvereinbarungen zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn. Eigentlich sollte die Strecke bis Dezember 2030 mit elektrischen und batterieelektrischen Zügen befahren werden. Das gilt nach jetzigem Stand als unrealistisch. Ministerpräsident Mario Voigt zeigt sich dennoch optimistisch. Die Aufnahme des Projekts in den Entwurf des Bundeshaushalts sei ein Thüringer Erfolg. Es gehe um Investitionen von rund 700 Millionen Euro. Das Vorhaben ist das größte Infrastrukturprojekt im Freistaat und soll eine Fernverkehrslücke zwischen Chemnitz und Weimar schließen.
Schüler laufen für guten Zweck:
Beim Sport-Mix im Wimaria-Stadion haben am Mittwochvormittag mehr als 1200 Kinder aus 18 Weimarer Schulen Sport getrieben und dabei Spenden gesammelt. Das integrative Sportfest wird vom staatlichen Schulamt, der Sportverwaltung der Stadt, dem Stadtsportbund und dem Rotary-Club organisiert. In diesem Jahr war die Beteiligung so hoch wie selten zuvor in der über 20-jährigen Geschichte der Veranstaltung. Die Schülerinnen und Schüler im Alter bis 13 Jahre drehten beim kleinen Benefixlauf ihre Runden und gaben damit den Auftakt für den großen Benefixlauf der Rotarier. Dieser wird seit 2008 ausgerichtet und gilt als größter Familien-Spendenlauf in Thüringen. Der Erlös kommt in diesem Jahr dem Aufbau einer modernen Hämodialyse-Station in einem Krankenhaus in Nepal zugute.
Nachrichten verfasst von Aaron Christopher Hoffmann*
Gesprochen von Rebecca Wiegand
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