»Weimar Nachrichten« vom 13. August 2026

Schluss mit Gehwegparken in der Ernst-Kohl-Straße
In der Ernst-Kohl-Straße soll ab dem 17. August das einseitige Gehwegparken auf der Westseite aufgehoben werden. Laut der Stadt ist dies für den Abschnitt vom Rathenauplatz bis zur Carl-von-Ossietzky-Straße im Rahmen eines Verkehrsversuchs vorgesehen. Der Grund dafür ist, dass die Gehwege durch parkende Fahrzeuge teils so stark eingeengt werden, dass eine sichere Nutzung nicht mehr möglich scheint. Mit der Maßnahme sollen durchgehend begehbare Gehwegflächen geschaffen werden. Zudem wolle man für Verkehrssicherheit im Umfeld angrenzender Schulen sorgen. Geplant ist, den Versuch bis zum Ende des Schuljahres im Februar 2027 laufen zu lassen. In dieser Zeit sollen die Auswirkungen der Maßnahme beobachtet werden. Die gesammelten Ergebnisse dienen dann als Grundlage für das weitere Vorgehen.
Finanzzusage für Mitte-Deutschland-Verbindung bleibt bestehen
An der zugesagten Finanzierung des Ausbaus der Mitte-Deutschland-Verbindung wird nicht gerüttelt. Laut der Deutschen Presse-Agentur wird sie auch trotz des Amtswechsels im Bundesverkehrsministerium Bestand haben. Gegenüber der DPA äußerte Staatssekretär Christian Hirte, dass aus seiner Sicht diese politische Vereinbarung uneingeschränkt gelten würde. Er bezweifle nicht, dass sie umgesetzt werde. Auch nach dem Wechsel im Ministerium gebe es keine Abstriche an dem, was zugesagt sei, erklärte Hirte. Es gehe konkret um die Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gönitz. Dort seien Investitionen im dreistelligen Millionenbereich nötig. Im Juli hatte der Ministerpräsident Thüringens, Mario Voigt, quasi eine Zusage für das Großprojekt erhalten. In einem Schreiben teilte ihm der ehemalige Bundesverkehrsminister Schnieder mit, dass er die Mittel für den Schienenverkehr aufstocken wolle.
Sprechtag der Bürgerbeauftragten in Weimar
Die Bürgerbeauftragte Thüringens wird einen Sprechtag in Weimar haben. Darauf hat die Stadt aufmerksam gemacht. Stattfinden wird er am 29. September ab 9 Uhr in der Stadtverwaltung, Schwanseestraße 17. Jede Person kann sich mit ihren Wünschen, Anliegen und Vorschlägen an die Bürgerbeauftragte wenden. Sie erhalten von ihr kostenfreie, schnelle, unbürokratische und neutrale Hilfe bei der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung. Aus organisatorischen Gründen wird darum gebeten, telefonisch einen konkreten Termin für den Sprechtag zu vereinbaren. Zudem sollten vorhandene Unterlagen zum Termin mitgebracht werden. – Weitere Informationen zum Sprechtag sind auf der Homepage Weimars zu finden.
Sanierung der A4 Weimar-Eichelborn verzögert sich
Der A4-Abschnitt zwischen Weimar und der Raststätte Eichelborn kann voraussichtlich erst ab 2030 neu gemacht werden. Das sagte ein Sprecher der Autobahn GmbH gegenüber dem MDR. Für das Projekt seien erhebliche Planungsarbeiten nötig. Auch die Finanzierung müsse noch geklärt werden. Der Unterbau des sechs Kilometer langen Abschnitts stamme laut Autobahn GmbH noch aus den 30er Jahren. Deshalb würde eine neue Fahrbahndecke allein nicht ausreichen, heißt es. Der komplette Unterbau müsse mit ausgewechselt werden. Die Autobahn GmbH spricht deshalb praktisch von einem Neubau der 6-spurigen Trasse. Eine Maßnahme, die relativ teuer werden kann.
Mysteriöser Fund im Hermannsee
Auf dem Grund des Hermannsees bei Mechelroda ist am Dienstag ein alter Trabant gefunden worden. Laut eines Polizeiberichts konnten Tauchern das Auto aus dem nur wenige Meter tiefen Gewässer bergen. Das Fahrzeug war vollständig verrostet und mit Schlamm bedeckt. Eine Identifikationsnummer habe man nicht mehr erkennen können. Lediglich eine Plakette aus dem Jahr 1993 lieferte einen ersten Hinweis. Wie und wann das Fahrzeug auf dem Grund des Sees gelandet ist, ist noch unklar. Gleichfalls unbekannt ist der Besitzer. Die Polizei hat den Fund dokumentiert. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden prüft sie weitere Maßnahmen. Der gefundene Trabant soll nun fachgerecht entsorgt werden. – Bereits im Winter hatten Mitglieder des örtlichen Angelvereins einen größeren Gegenstand im See vermutet. Eine erste Bergung musste abgebrochen werden, da Öl aus dem Fahrzeug auszutreten schien.
Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*
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