»Weimar Nachrichten« vom 14. August 2026

Weimar lässt weiter Kopfsteinpflaster glätten
In Weimar soll noch mehr Kopfsteinpflaster glatt geschliffen werden. Vorgesehen ist, dass ab Ende Oktober der Graben zwischen Karl- und Jakobstraße weiter geglättet wird. Das äußerte der Leiter des Tiefbauamtes Stephan Müller gegenüber dem MDR. Zudem sollen die Arbeiten im kommenden Jahr im Bereich bis zur Kegelbrücke fortgesetzt werden. Das Abschleifen des Pflasters sorgt für eine ebene und rutschfeste Oberfläche. Das würde vor allem Radfahrern und mobilitäts-beeinträchtigten Menschen zu Gute kommen. Ebenso mache der Verkehr weniger Lärm, heißt es. Bisher wurde nur eine zirka 100 Meter lange Strecke bearbeitet. Für das Fortsetzen der Maßnahme wollte die Stadt das Feedback Bürger*innen abwarten. Laut Müller sei dies überwiegend positiv ausgefallen. – Die Kosten der Arbeiten betragen rund 1,1 Million Euro. 75 Prozent davon unterstützt der Bund mit Fördergeldern.
Bürger können zur Windenergie Stellung nehmen
Auch die Bürger und Bürgerinnen Weimars können zum Teilplan „Windenergie“ Stellung nehmen. Darauf hat das Stadtentwicklungsamt aufmerksam gemacht. Noch bis zum 9. Oktober kann der zweite Entwurf des zweiten sachlichen Teilplans „Windenergie“ öffentlich eingesehen werden. Bis dahin ist auch eine Stellungnahme möglich. Der Teilplan „Windenergie“ gehört zum Regionalplan für die Planungsregion Mittelthüringen. Mit ihm sollen Flächen für den künftigen Bau und Betrieb von Windenergie-Anlagen gesichert werden. Aufgestellt wird der zweite sachliche Teilplan von der Regionalen Planungsgemeinschaft Mittelthüringen. Nähere Infos gibt es auf der entsprechenden Internetseite: https://regionalplanung.thueringen.de/mittelthueringen.
Sendehalle erhält Segen
Die Sendehalle in der Humboldtstraße soll am Samstag gesegnet werden. Das kündigte die sie betreibende Stiftung an. Erteilt wird der Segen durch den Pfarrer der Herz Jesu Kirche Timo Gothe und den evangelischen Pfarrer Hardy Rilke. Damit begonnen wird um 15 Uhr. Das Rahmenprogramm steuert der Projektchor der Sendehalle bei. – Vor 16 Monaten konnte die Stiftung Sendehalle die ehemalige Nietzsche-Gedächtnishalle bei einer Zwangsversteigerung erwerben. Seitdem wurden mehr als 500 Tonnen Schutt und Müll entfernt und die Räume nutzbar gemacht. Bewähren konnte sich der erneuerte Ort unter anderem bei Lesungen, Konzerten, Festivals und Ausstellungen. Nach der Wende nutze ihn der MDR als Landesfunkhaus. Als der Sender nach Erfurt umzog, stand das Gebäude von 2000 bis 2024 leer.
Galerie Eigenheim zeigt „Humor als Waffe“
In der Galerie Eigenheim im Weimarhallenpark wird heute Abend die Ausstellung „Humor als Waffe“ eröffnet. Die Schau ist Teil des Kunstfests Weimar und wird um 19 Uhr eingeläutet. Die Ausstellung fragt danach, was Humor vermag, wenn gesellschaftliche und politische Verhältnisse zunehmend ernster werden. Ausgangspunkt sind laut Ankündigung historische Satirezeitschriften wie “Simplicissimus” und “Der Wahre Jacob”, denen zeitgenössische künstlerische Positionen gegenübergestellt werden. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von ANGST YOK, den Guerrilla Girls, Ottmar Hörl und Erwin Wurm. Zur Eröffnung tritt um 21 Uhr außerdem das Punk-Performance-Duo S.A.U. auf, bestehend aus Jana Borsche und Andreas Grahl. – Die Schau ist vom 15. August bis zum 6. September dienstags bis samstags von 14 bis 19 Uhr zu sehen.
Stadt würdigt ehrenamtliches Engagement
Die Stadt hat daran erinnert, dass sie Vorschläge für die Auszeichnung ehrenamtlichen Engagements entgegen nimmt. Abermals können Bürger*innen Weimars Engagierte für die Ehrennadel der Stadt und die Thüringer Ehrenamtscards nominieren. Bis zum 31. August ist dies für die Ehrenamtscard im Büro des Bürgermeisters möglich. Für die Weimarer Ehrennadel gilt eine längere Frist. Schriftliche Nominierungen mit Begründung und Kurzbiografie können bis zum 30. September beim Sachgebiet für Protokoll und Kommunikation eingereicht werden. Vorschlagsberechtigt sind dabei Personen, die nicht mit der oder dem Vorgeschlagenen identisch sind. Beide Auszeichnungen werden am 5. Dezember überreicht. Die Ehrennadel wird zum ersten Mal in den Kategorien Zivilcourage, Ehrenamt und Lebensleistung vergeben.
Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*
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