»Weimar Nachrichten« vom 16. Juni 2026

Solar-Projekt in Weimar macht Schule
Das in Weimar gestartete Projekt Solar-Empowerment macht Schule. Es soll auf fünf Regionen Thüringens ausgeweitet werden. Dort wollen die Landesenergieagentur ThEGA und die Universität Erfurt gleichfalls untersuchen, ob gezielte Informationen mehr Photovoltaikanlagen auf die Dächer bringen als klassische Förderprogramme. Ab Ende Juni erhalten dazu rund 30.000 Hauseigentümer persönliche Anschreiben. Diese enthalten Abschätzungen zur Stromerzeugung, zu Investitionskosten und zu möglichen CO2-Einsparungen. Im Rahmen des Pilotprojekts in Weimar wurden 2023 mehr als 6.000 Eigentümer gezielt informiert. Das löste Investitionen von rund 1,5 Millionen Euro aus. Die geplante Erweiterung des Projekts wird bis zum 31. Januar nächsten Jahres laufen. Bis zum Ende des ersten Quartals 2027 sollen die Ergebnisse vorliegen.
Jobmesse in Apolda
Am Mittwoch wird in Apolda eine Jobmesse für die Bereiche Pflege, Service und Hauswirtschaft stattfinden. Veranstaltet wird sie im Mehrgenerationenhaus in der Dornburger Straße von 13 bis 16 Uhr. Regionale Arbeitgeber und Bildungsträger informieren dort über Stellenangebote, Ausbildungsplätze und Praktika. Zu finden sind außerdem Qualifizierungsangebote für Quereinsteiger sowie Förder- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Vor Ort ist auch die Berufsberatung, die Jugendliche zu Ausbildungs- und Karrierewegen berät. Die Messe bietet außerdem für Geflüchtete die Möglichkeit, Kontakte zu Arbeitgebern zu knüpfen.
Thüringens Gemeinden machen Gebietsreform überflüssig
Thüringens Gemeinden halten daran fest, sich auch weiterhin freiwillig zusammenschließen. Das äußerte der Geschäftsführer des Gemeinde- und Städtebunds Carsten Rieder gegenüber dem MDR. Der Trend gehe klar in diese Richtung, und das trotz knapper Kassen. So habe sich in den letzten 30 Jahren die Zahl der Kommunen allein durch freiwillige Zusammenschlüsse um fast zwei Drittel verringert. Deshalb sei eine Gebietsreform von oben nicht notwendig, erklärt Rieder. Das Thüringer Innenministerium vertritt die gleiche Ansicht.
Rentenversicherung warnt vor gefälschten E-Mails
Die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland warnt Menschen in Weimar und ganz Thüringen vor gefälschten E-Mails. Für die Texte setzen Kriminelle mittlerweile auch Künstliche Intelligenz ein, damit sie im Sprachstil offizieller Mitteilungen klingen. Auch Design und Logo der Rentenversicherung kopieren die Täter. Den Kriminellen geht es um die persönlichen Daten der Versicherten. Dafür locken sie etwa mit einem angeblichen Guthaben oder dem vermeintlichen Versand einer neuen elektronischen Gesundheitskarte. Auf Anweisungen und Links in solchen Mails sollten Empfänger nicht eingehen. Oft verrät sich der Betrug schon an der Absenderadresse. Wer unsicher ist, sollte selbst bei der Rentenversicherung anrufen, statt auf Links in den Mails zu klicken.
Optische Täuschung löst Löscheinsatz aus
In Weimar hat am Sonntagabend ein Feuerwehr-Großeinsatz mit Entwarnung geendet. Kurz nach 21 Uhr wurde laut Polizeibericht ein Brand in der Brahmsstraße gemeldet. Ein Zeuge habe dort eine Rauchentwicklung im Dachbereich eines Mehrfamilienhauses bemerkt. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte jedoch weder Rauch noch Feuer entdecken. Vorsorglich suchten sie das Gebäude von innen und außen ab, unter anderem mithilfe einer Drehleiter. Der Einsatzleiter erklärte laut einer Pressemitteilung anschließend, das Zusammenspiel von Wolken und dem aktuellen Sonnenstand habe wie aufsteigender Rauch gewirkt. Er betonte: „Lieber einmal zu viel anrufen, bevor der komplette Dachstuhl im Ernstfall in Brand gerät.“ Nach gut 20 Minuten war der Einsatz beendet.
(mt/ki)