»Weimar Nachrichten« vom 16. September 2026

Stadtrat tagt heute wieder
Der Weimarer Stadtrat kommt nach der Sommerpause wieder zusammen. Die öffentliche Sitzung beginnt heute 17:45 Uhr im Gefahrenschutzzentrum in der Kromsdorfer Straße 13. Auf der Tagesordnung finden sich zahlreiche Anfragen der Bürger und Fraktionen. Gefragt wird dort unter anderem nach Hitzeschutz und Klimaanpassung. Von Interesse ist auch das Starkregenereignis in Süßenborn. Unter den vorab aufgeführten Anträgen der Fraktionen findet sich beispielsweise der CDU- und Weimarwerk-Vorschlag, dass sich Weimar für die Landesgartenschau 2036 bewerben soll. Auch die Weiterführung und Entwicklung der Freien Ganztagsschule „Anna Amalia“ möchten sie beschließen lassen. Zudem fordert die Grünen-Fraktion Maßnahmen zum Baumschutz. – Verfolgt werden kann die Sitzung erneut auf dem Youtube-Kanal der Stadt.
STRATUM-Projektion gewinnt Publikumspreis
Das Publikum des Genius-Loci-Festivals hat seinen Favoriten gewählt. Die meisten Stimmen erhielt laut dem Veranstalter die Projektion „STRATUM“ von Amir Ahmadoghlu. Mit ihr wurde das Haus der Weimarer Republik angestrahlt. Das Festivalpublikum durfte am Wahllokal auf dem Theaterplatz für eine der drei präsentierten Arbeiten abstimmen. Außerdem zu sehen war die Projektion „Temple of Voices: An Unfinished Common Script“ von AOTOO. Sie erweckte die Fassade des Niketempels zum Leben. Gleichfalls war auch die Arbeit „Fragilis“ von Rita Reis am Schillerhaus zu erleben. Alle drei Projektionen stellen die Gewinnerarbeiten des internationalen Videomapping-Wettbewerbs dar. In diesem Jahr erhielt der Wettstreit 100 Einreichungen aus 28 Ländern. – Die diesjährige Ausgabe des Festivals fand vom 11. bis 13. September statt. Ergänzt wurde das Hauptprogramm durch zahlreiche weitere künstlerische und partizipative Formate im Stadtraum.
Jubiläum für Tag des offenen Ateliers
Am kommenden Samstag öffnen zum 30. Mal in Weimar zahlreiche Ateliers ihre Türen für Kunstinteressierte. Laut der Stadt werden sich über 40 Künstler und Künstlerinnen daran beteiligen. Geöffnet sind die Ateliers dann von 11 bis 18 Uhr. Geboten wird die Möglichkeit, Kunst bei ihrer Entstehung zu erleben und die Kunstschaffenden persönlich kennenzulernen. Auch kann das ein oder andere Werk direkt vor Ort erworben werden. Anlässlich des diesjährigen Jubiläums können Interessierte auch an einem zweistündigen Atelierspaziergang teilnehmen, der am Goetheplatz 12 Uhr 30 beginnt. Um Anmeldung wird gebeten. Gleichfalls steht 15 Uhr im Städtischen Atelierhaus ein Artist-Talk auf dem Programm. Dabei wird der aktuelle Stipendiat des 32. Internationalen Atelierprogramms, Dino Zhang, über sein aktuelles Filmprojekt sprechen. – Auch am Sonntag können verschiedene Künstler und Künstlerinnen besucht werden. An diesem Tag finden zusätzlich die Offenen Ateliers des Verbandes Bildender Künstler Thüringen statt. Daran beteiligen sich auch einige Ateliers aus Weimar. Weitere Informationen zum Aktionstag sind online unter offene-ateliers.weimar.de zu finden.
Polizei: Hausbesitzer noch immer vermisst
Der vermisste 61-jährige Hausbesitzer in Lützdendorf ist noch immer nicht gefunden worden. Laut der Polizei brachte auch die Suche in der Nacht vom 14. auf den 15. September keine neuen Ergebnisse. Das Absuchen des Geländes gestalte sich laut der Ermittler durch die erhebliche Trümmermenge als schwierig. Auch die Löscharbeiten würden die Suche erschweren. Deshalb sei erneut ein speziell ausgebildeter Suchhund zum Einsatz gekommen. Auch am Montag habe man den Ort des Unglücks intensiv abgesucht. Dabei seien zwei Leichenspürhunde und weitere Helfer zum Einsatz gekommen. Parallel zu der weiter laufenden Suche werden die Ermittlungen zu den Hintergründen und zur Ursache des Geschehens fortgeführt. – Einem MDR-Bericht zufolge, gehe die Polizei aktuell davon aus, dass die Explosionen am Sonntag vorsätzlich verursacht worden seien. Wie es heißt, hätten die Ermittler mehrere Gasflaschen auf dem Gelände entdeckt.
Stadtentwicklungsamt zieht vorübergehend um
Wegen Bauarbeiten zieht das Stadtentwicklungsamt vorübergehend um. Das gab die Stadt bekannt. Von dem Umzug betroffen sind die Amtsleitung sowie mehrere Abteilungen, darunter Stadtgestaltung, Denkmalpflege und Baukultur sowie Stadtplanung. Sie ziehen in den Marie-Juchacz-Saal um. Der Zugang dorthin ist nur über Haus 1, Raum 125 möglich. Nicht betroffen sind die Abteilung Bodenmanagement und die Kommunale Statistikstelle, die weiterhin in Haus 3 am Verwaltungscampus bleiben. Grund für den Umzug sind Bauarbeiten im Dachgeschoss von Haus 3. Bis voraussichtlich zum Ende des ersten Quartals 2027 werden die Arbeiten andauern.
Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*
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