»Weimar Nachrichten« vom 18. Juni 2026

Stadtrat beantwortet vor Sommerpause Anfragen
Der Stadtrat ist vor seiner Sommerpause gestern nochmals zusammengekommen. Dabei wurden verschiedene Anfragen der Bürger und Fraktionen beantwortet. So war u. a. eine gemeinsame Anfrage der Linken, Grünen und SPD zur 2025 ausgelaufenen Zielvereinbarung mit dem BgR-Trägerverein Thema. Oberbürgermeister Peter Kleine wies dabei geäußerte Behauptungen zurück. So sei es nicht zutreffend, dass die Zielvereinbarung mit dem Träger bereits im Mai 2025 ausverhandelt gewesen sei. Zudem habe es auch keinen Wechsel der Zuständigkeit in der Stadtverwaltung für das Bündnis gegen Rechtsextremismus gegeben, diese liege weiterhin bei Dezernat zwei. – Den Fraktionen zufolge war der Anlass der Anfrage die Budget-Streichung für das Bündnis. Dabei wurde bekannt, dass die ausgelaufene Vereinbarung dem Stadtrat nicht vorgelegt worden sei. In der Diskussion verwies Kleine darauf, dass ohnehin eine neue Zielvereinbarung nötig gewesen wäre. Die Abstimmung im März zum Haushalt 2026 ergab jedoch die Streichung der damit verbundenen Mittel. (mt)
Spatenstich für neue DNT-Werkstätten
Für den Neubau der Werkstätten des Deutschen Nationaltheaters hat es gestern den ersten Spatenstich gegeben. Das hat das Theater mitgeteilt. Entstehen werden sie in der Lützendorfer Straße, im Norden Weimars. Die Errichtung der Werkstätten markiert den Anfang der Generalsanierung des Theaters. Mit dem Neubau werden Räumlichkeiten für den Malsaal, die Tischlerei und die Schreinerei geschaffen. Geplant ist, dass die Arbeiten 2029 abgeschlossen sind. Mit der Fertigstellung würden dann die Voraussetzungen vorliegen, um mit dem Bau am Haupthaus zu beginnen. Die Werkstätten können dann ihren Sitz wechseln. – Die Gesamtkosten der Generalsanierung wurden auf 167 Million Euro festgelegt. Land und Bund steuern jeweils die Hälfte der Summe bei. (mt)
Finanzierungabkommen der Klassik-Stiftung unterzeichnet
Die Finanzierung der Klassik-Stiftung ist bis 2031 unter Dach und Fach. Das entsprechende Abkommen ist am Mittwoch unterzeichnet worden. Laut Stiftung stellt diese Vereinbarung die Grundlage für das Fortführen ihrer Arbeit dar. Sie ermöglicht außerdem den Erhalt und die Weiterentwicklung ihrer Sammlungen, Museen, Archive und historischen Liegenschaften. Im Zuge des Abkommens werden Bund und Land die Klassik-Stiftung von 2027 bis 2031 jährlich mit rund 15 Million Euro unterstützen. Die Stadt beteiligt sich mit 2,25 Millionen Euro pro Jahr. Zudem sollen weitere Zuwendungen für größere Investitionen bereitgestellt werden. – Für das Abkommen gab gestern auch der Stadtrat grünes Licht. (mt)
Bad Berka: Zentralklinik eröffnet neue Cafeteria
Die Zentralklinik Bad Berka hat eine neue Cafeteria eröffnet. Das berichtet der MDR. Rund 1,15 Millionen Euro investierte die Klinik. Das Geld floss in den Umbau, in neue Ausstattung und einen größeren Versorgungsbereich im Foyer. Die Bauarbeiten dafür hatten sich über rund elf Monate hingezogen. Die Cafeteria bietet jetzt einen Bistrobetrieb mit warmen Mahlzeiten. Beschäftigte können sich dort außerdem rund um die Uhr versorgen. Hinzu kommen neue Sitzbereiche, eine eigene Lounge fürs Personal und eine Spielecke für Kinder. Klinikgeschäftsführer Mario Schulter sagte, die neue Cafeteria soll im anspruchsvollen Klinikalltag ein Ort der Ruhe sein. Gleichzeitig sei sie als freundlicher Treffpunkt für Patienten, Angehörige und Besucher gedacht. (mt/ki)
Rentnerin fällt auf falsche Polizeibeamte herein
Eine 85-jährige Rentnerin ist am Dienstag Opfer falscher Polizeibeamter geworden. Laut eines Polizeiberichts übergab sie den Betrügern Bargeld und Schmuck im Wert von rund 13.000 Euro. Bisherigen Erkenntnissen zufolge wurde die Geschädigte von einer angeblichen Polizeibeamtin angerufen. Sie schilderte der Rentnerin, dass eine Diebesbande in ihrer Nachbarschaft aktiv sei. Um ihr Vermögen zu schützen, wurde sie dazu aufgefordert, Bargeld und Wertgegenstände in einem Topf vor der Haustür zu verstauen. Kurz darauf wurde die Beute von einem Unbekannten abgeholt. Erst später bemerkte die Rentnerin den Betrug. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Polizeibeamte fordern niemals telefonisch dazu auf, Wertsachen zur Sicherung herauszugeben. Im Fall eines solchen Anrufs soll das Gespräch sofort beendet und die örtliche Polizei umgehend informiert werden. (mt)