»Weimar Nachrichten« vom 26. Juni 2026

CSD 2026 – Weimar wird bunt und laut
„Queers erhebt euch und die Welt erlebt euch!“ Unter diesem Motto wird am Samstag in Weimar der Christopher Street Day stattfinden. Starten wird er um 13 Uhr mit einer Demo vor dem Hauptbahnhof. Die Demo-Route wurde gegenüber dem ursprünglichen Plan verkürzt. Wie die Organisator*innen auf Instagram mitteilen, wird es am August-Frölich-Platz eine längere Zwischen-Kundgebung im Schatten der Herz-Jesu-Kirche geben. Von dort wird es dann direkt zum Straßenfest gehen. Dazu lädt der CSD ab 14 Uhr auf den Theaterplatz ein. Um den hohen Temperaturen zu begegnen, wurde für das Straßenfest ein Hitzekonzept vorbereitet. Weiter geht es dann mit einer Afterparty in der Gerberstraße 3, die um 19 Uhr beginnen wird. – Der CSD steht für queere Sichtbarkeit, Menschenrechte und eine offene demokratische Gesellschaft. Das diesjährige Motto knüpft an den ersten deutschen Christopher Street Day an, der 1979 in West-Berlin stattfand. Wer in diesem Jahr mit dabei sein möchte, sollte ausreichend Wasser und Sonnencreme einpacken sowie auf Pausen achten.
Kulturstadttriathlon wird trotz Sommerhitze ausgetragen
Trotz Sommerhitze startet der vierte Kulturstadttriathlon am Sonntag am Schwanseebad. Wie der Veranstalter mitteilte, sind wegen der hohen Temperaturen zusätzliche Vorkehrungen getroffen worden. So stehen auf der Laufstrecke und im Zielbereich mehrere Wasserversorgungs-Stellen bereit, auch sorgt nach dem Finish ein Wasserbecken für schnelle Abkühlung. Zudem gibt es im Ziel-Areal schattige Bereiche und Sonnensegel. Für Zuschauerinnen und Zuschauer sind kühle Getränke auf dem gesamten Gelände eingeplant. Rund ums Schwimmbad sorgen außerdem große Bäume für natürlichen Schatten. Ebenso werden entlang der Laufwege und im Tribünenbereich Sonnenschirme aufgestellt.
Den ganzen Sonntag über stehen drei Wettkampfblöcke auf dem Programm. Den Auftakt machen ab 8 Uhr 15 die Nachwuchswettkämpfe im Rahmen des Thüringer Triathlon Cups. Das sportliche Highlight folgt ab 12 Uhr. Ab da werden die 14 Frauenteams der zweiten Triathlon-Bundesliga Nord an den Start gehen. Um 14 Uhr folgen die 16 Männerteams. Als Favorit gilt das Heimteam der Weimarer Ingenieure des HSV-Weimar. Den Abschluss bilden ab 16 Uhr 30 die Staffelwettkämpfe.
Schülerprojekt am Rastenberger Tunnel
Ab kommendem Montag erproben Schülerinnen und Schüler des Humboldt-Gymnasiums ein Leitsystem am Rastenberger Tunnel. Laut einer Mitteilung unterstützt die Stadt das Projekt, um eine Gefahrenstelle zu entschärfen. An der nördlichen Rampe kommt es wegen einer unübersichtlichen Kurve regelmäßig zu Konflikten und Beinaheunfällen zwischen Fußgängern und Radfahrenden. Eine Bodenmarkierung soll die Orientierung erleichtern und die Verkehrsteilnehmenden vorausschauend aneinander vorbeileiten. Ergänzend sind Hinweisschilder geplant, die auf die Gefahrenstelle aufmerksam machen sollen. Für das Projekt haben die Schülerinnen und Schüler die Verkehrsströme dort bereits in einer zweitägigen Zählung dokumentiert. Die Projektergebnisse und ihre Auswertung werden der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt und dem Beirat Radverkehr vorgestellt.
Krankenkasse richtet Hitze-Hotline ein
Die Krankenkasse BARMER hat eine kostenfreie Hitze-Hotline geschaltet. Laut einer Mitteilung der Krankenkasse beantworten die Ärzte und Ärztinnen des BARMER-Teledoktors Fragen zu Trinkmenge, Sonnenschutz, Medikamenteneinnahme und Sonnenbrand. Auch zu Abkühlungstipps und einrichtungs-spezifischen Anliegen, etwa von Kitas, können sich Ratsuchende Infos geben lassen. Weimarer BARMER-Geschäftsführer Steffen Pallaske betont, die hohen Temperaturen könnten besonders für Kinder, ältere Menschen, chronisch Kranke und Personen mit Kreislaufproblemen gefährlich werden. Ältere Menschen sollten dabei darauf achten, ausreichend zu trinken, da das Durstempfinden im Alter nachlasse. – Die Hotline steht allen offen. Erreichbar ist sie täglich von sechs bis vierundzwanzig Uhr unter der Rufnummer 089 480 595 84.
Mann wird Opfer eines Anlagebetrugs
Im Weimarer Land ist ein Mann Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Laut eines Polizeiberichts wurde der Geschädigte im Internet auf eine vermeintliche Investment-Plattform aufmerksam, bei der er sich auch registrierte. In den folgenden Wochen stand er mit einer angeblichen Analystin in Kontakt. Zudem investierter er schrittweise rund 43.000 Euro. Misstrauisch wurde er, nachdem er für eine in Aussicht gestellte Gewinnzahlung von 70.000 Euro weitere 19.000 Euro überweisen sollte. Die geforderte Zahlung leistete er nicht. Stattdessen informierte der Mann die Polizei. Diese ermittelt nun wegen des Verdachts auf Anlagebetrug. – Eindringlich warnt die Polizei vor vermeintlich lukrativen Geldanlagen im Internet. Wer investieren möchte, sollte die Glaubwürdigkeit der Anbieter sorgfältig überprüfen und sich bei Zweifeln beraten lassen.
Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*
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