»Weimar Nachrichten« vom 27. Juli 2026

Hunderte Menschen gedenken in Erfurt der Opfer des Anschlags beim CSD in Berlin

Rund 400 Menschen haben in Erfurt am Sonntagabend der Opfer des Terroranschlags beim CSD in Berlin gedacht. Das hat der MDR berichtet. Zu der Mahnwache auf dem Erfurter Bahnhofsvorplatz hatte das Bündnis CSD Thüringen aufgerufen, dem auch der CSD Weimar angehört. In ihren Reden bezeichneten die Sprecher*innen die Tat als „Anschlag auf die Demokratie“. Gleichzeitig warnten sie davor, das Geschehen für fremdenfeindliche Stimmungsmache zu missbrauchen. Das Bündnis rief zu Solidarität und Zusammenhalt auf. Zudem beklagten die Redner*innen, dass Übergriffe auf queere Menschen zuletzt zugenommen hätten.

Medienberichten zufolge soll ein 21-Jähriger am Rande des CSD in Berlin zunächst mit einem Auto in eine Menschengruppe im Tiergarten gefahren sein. Anschließend sei er mutmaßlich mit einer Machete auf weitere Passanten losgegangen. Eine Frau kam ums Leben, 29 weitere Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen schwer. Die Ermittler gehen von einem islamistisch motivierten Anschlag aus. Laut MDR sei der Tatverdächtige bei einem Polizeieinsatz getötet worden.

Busse umfahren gesperrte Carl-August-Allee

Eine Vollsperrung der Carl-August-Allee wirkt sich auf den Busverkehr aus. Das hat die Stadtwirtschaft bekannt gegeben. Gesperrt ist die Straße zwischen dem Bahnhofsvorplatz und der Carl-von-Ossietzky-Straße. Der Grund dafür sind Leitungsarbeiten. Betroffen sind die Linien 2, 4 und 6. Sie werden ab heute bis Freitag über die Ernst-Thälmann-Straße umgeleitet. Die Haltestelle “Carl-August-Allee” wird in dieser Zeit in beide Richtungen nicht angefahren. Um die Erreichbarkeit im betroffenen Bereich zu gewährleisten, halten die Busse der umgeleiteten Linien zusätzlich an den Stationen „Ernst-Thälmann-Straße“ und „Pabststraße“. Fußgänger und Radfahrer können den gesperrten Bereich weiterhin passieren, für sie steht ein Notweg zur Verfügung.

Goethebrunnen in Bad Berka wieder freigegeben

Die Sperrung des Goethebrunnens in Bad Berka ist seit Freitag aufgehoben. Das gab die Stadt auf ihrer Homepage bekannt. Weil das Brunnenbecken durch Starkregen überspült wurde, konnte der Brunnen nicht genutzt werden. Die Stadt hatte die Heilquelle vorsorglich gesperrt. Anschließend haben Fachleute die Wasserqualität eine gute Woche lang geprüft. Wie die Tourist-Information Bad Berka mitteilte, habe ein Labor die Freigabe nun bestätigt. Wie es heißt, könne das Heilwasser wieder getrunken werden.

Mann sprüht Hakenkreuz auf Gehweg

In der Pestalozzistraße hat ein Mann am Freitagmorgen ein Hakenkreuz auf einem Gehweg hinterlassen. Das geht aus einem Polizeibericht hervor. Ein Zeuge will den Mann gegen 05 Uhr 40 zunächst an einer „Zu-verschenken“-Kiste beobachtet haben. Wenig später habe er gesehen, wie der Mann mit oranger Sprühfarbe ein rund 1 Meter großes Hakenkreuz auf den Boden brachte. Der Zeuge alarmierte die Polizei. Die Beamten stellten den Verdächtigen in Tatortnähe fest. Es handelt sich um einen 28 Jahre alten Deutschen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,62 Promille. Die Spraydose konnte sichergestellt werden. Die Stadt Weimar wurde über den Vorfall informiert und veranlasste die Beseitigung des verfassungsfeindlichen Symbols. Dabei entstanden Reinigungskosten von rund 200 Euro.

Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*

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