27.05.2026 |

»Weimar Nachrichten« vom 27. Mai 2026


Kinderhilfswerk verschenkt 72 Schulranzen an Weimarer Erstklässler

Das Deutsche Kinderhilfswerk verteilt heute in Weimar 72 gefüllte Schulranzen an werdende ABC-Schützen. Übergeben werden sie im Kinderhaus, das die Aktion vor Ort begleitet. Die Ausstattung richtet sich an Erstklässlerinnen und Erstklässler aus finanziell schwierigen Verhältnissen. Laut dem Kinderhilfswerk können viele Familien die rund 300 Euro für eine gute Schul-Ausstattung nicht aufbringen. In Deutschland lebt fast jedes vierte Kind mindestens an der Armutsgrenze. Die Aktion soll dafür sorgen, dass alle Kinder unabhängig von ihrer finanziellen Situation den gleichen Schulstart haben. Bundesweit hat das Kinderhilfswerk bisher rund 34.000 Schulranzen im Wert von mehr als sechs Millionen Euro verteilt.

Stipendiatin stellt in der ACC Galerie ihr Kunst-Projekt vor   

Heute Abend spricht die Künstlerin Ella Ponizovsky Bergelson in der ACC Galerie über ihre Arbeit und ihre Erfahrungen in Weimar. Das gab die Stadt in einer Mitteilung bekannt. Seit Februar ist die deutsch-israelische Künstlerin Stipendiatin des 32. Internationalen Atelierprogramms der ACC Galerie und der Stadt Weimar. Im Rahmen des Programms hat sie im städtischen Atelierhaus an ihrem Kunst-Projekt „Ein Zeuge“ gearbeitet. Darin setzt sie sich mit der Rolle von Augenzeugen bei der Ausformung des kollektiven Gedächtnisses auseinander. Mit bildender Kunst und Performance erkundet sie das Visualisieren von Sprache und ihre Auslöschung. Es ist ihr Ziel den Wandel des Erzählens vor dem Hintergrund von Migration, Ideologisierung und Zensur sichtbar zu machen. – Das Abendgespräch trägt den Titel „Über Sprache und Auslöschung“ und findet auf Englisch statt. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Weimarer Gespräche zur seelischen Gesundheit

Die Stadt lädt zum dritten Termin der Reihe „Weimarer Gespräche zur seelischen Gesundheit“. Stattfinden wird er am dritten Juni von 17 bis 18 Uhr 30 am Herderplatz vierzehn. Im Fokus des Trialogs steht das Thema: Kinder psychisch erkrankter Eltern oder Elternteile. In einem offenen Gesprächsformat können Interessierte und Betroffene zusammenkommen, um auf Augenhöhe voneinander zu lernen. Es geht unter anderem darum, was betroffene Kinder brauchen, welche Unterstützung es gibt und wie man mit ihnen über die Erkrankung spricht. Eingeladen sind alle, die eigene Erfahrungen und Fragen einbringen möchten. Weitere Informationen gibt es bei der Psychiatriekoordination der Stadt Weimar.  

89-Jähriger nach Sturz in Badewanne gerettet

Die Hilferufe eines Rentners haben am Montag für einen Rettungseinsatz gesorgt. Das geht aus einem Polizeibericht hervor. Ein Nachbar hatte in der Moskauer Straße in Weimar über längere Zeit die Hilferufe gehört und die Polizei und Feuerwehr alarmiert. Da die Wohnungstür verschlossen war, mussten die Einsatzkräfte sie gewaltsam öffnen. Drinnen fanden sie den 89-Jährigen in der Badewanne. Er gab an, gestürzt zu sein und nicht mehr selbstständig aufstehen zu können. Der Rettungsdienst versorgte den Mann medizinisch und brachte ihn anschließend in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr sicherte die Wohnung nach dem Einsatz wieder ab.