»Weimar Nachrichten« vom 29. Juni 2026

Grünes Licht für Weimars Haushalt
Weimars Haushalt für 2026 ist genehmigt. Die Stadt kann ihre geplanten Projekte jetzt ohne Einschränkungen angehen. Das Thüringer Landesverwaltungsamt hat nun grünes Licht für den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung der Stadt gegeben. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf rund 313 Millionen Euro. Für den Kommunalservice Weimar wurde zudem eine Kreditaufnahme von rund 2,7 Millionen Euro bestätigt. Infolge der Bewilligung können die Mittel nun unter anderem für Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Kultur, Soziales und öffentliche Daseinsvorsorge genutzt werden. Für die Genehmigung stellte der Stadtrat am 17. Juni die letzte Weiche. Er beschloss an diesem Tag die Haushaltssatzung. Damit wurde ein Fehler aus dem März korrigiert, als Haushaltsplan und Satzung gemeinsam beschlossen worden waren. Das hatten mehrere Fraktionen moniert.
Bauarbeiten in der Berkaer Straße
Ab heute ist ein Abschnitt der Berkaer Straße vollständig gesperrt. Betroffen ist der Bereich zwischen der Rudolf-Breitscheid-Straße und der Kreuzung zur Henry-van-de-Velde-Straße am Klinikum. Wie die Stadt mitteilt, wird dort die bestehende Asphaltdeckschicht abgefräst und durch eine neue Fahrbahndecke ersetzt. Andauern werden die Arbeiten voraussichtlich bis zum zehnten Juli. Hintergrund ist ein Bauvorhaben in der Humboldtstraße, das am dreizehnten Juli startet. Der betroffene Teil der Berkaer Straße wird vorab ertüchtigt, damit die Straße als Hauptumleitungsstrecke dienen kann.
Während der Arbeiten wird der Hauptverkehr über die Humboldtstraße umgeleitet, der Busverkehr fährt über die Rainer-Maria-Rilke-Straße. Der Linienverkehr ist eingeschränkt. Eine Zufahrt zu den angrenzenden Grundstücken ist nicht möglich. Ebenso kann innerhalb des Baubereichs nicht geparkt werden. Ersatzparkplätze stehen nicht zur Verfügung, da auch der Friedhofsparkplatz von der Sperrung betroffen ist.
Weimarer Schüler überzeugen beim econo=me Wettbewerb
Das Goethegymnasium hat es beim bundesweiten econo=me Wettbewerb aufs Treppchen geschafft. Laut einer Mitteilung holten die beteiligten Schülerinnen und Schüler den dritten Platz. Die Preisverleihung fand vergangene Woche in Köln statt. Es war bereits die elfte Auflage des Wettbewerbs. Aufgefordert waren die Teilnehmenden, sich mit Zöllen als Instrument zum Schutz heimischer Märkte und mit dem Freihandel auseinanderzusetzen. Gleichfalls standen die Auswirkungen von Handelsabkommen und Handelsstrategien auf Gesellschaft, Unternehmen, Preise und Arbeitsplätze im Fokus. Das Goethegymnasium war das einzige Team aus Thüringen unter den insgesamt zwölf ausgezeichneten Gruppen aus sechs Bundesländern. Ausgerichtet wird der Wettstreit von der Flossbach von Storch Stiftung. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundesfinanzministeriums und der Bundesbank.
Bahnverkehr nach Hitzechaos wieder normal
Der Bahnverkehr in Thüringen läuft nach hitzebedingten Störungen wieder normal. Am Sonntag hatte extreme Hitze den Zugverkehr im Freistaat massiv beeinträchtigt, berichtete der MDR. Betroffen waren vor allem die ICE-Strecken. Zwischen Erfurt und Berlin fuhren die Züge am Abend rund zwei Stunden zu spät. Als Ursachen wurden Signalstörungen und kaputte Weichen gemeldet. – Am Wochenende waren die Temperaturen in Thüringen auf über 35 Grad geklettert. Dabei wurde sogar der Allzeit-Temperaturrekord für das Bundesland gebrochen.
Telefontrickbetrug in Weimar
Der Anruf eines falschen Klinikmitarbeiters ist einer 83-jährigen Weimarerin zum Verhängnis geworden. Wie die Polizei mitteilt, gaben sich Unbekannte als ärztliches Personal aus und täuschten der Frau einen medizinischen Notfall eines Angehörigen vor. Für die Behandlung sei ein fünfstelliger Geldbetrag nötig, hieß es. Die Frau erklärte sich bereit, die Summe aufzubringen. Kurz darauf erschien eine unbekannte männliche Person an ihrer Haustür und nahm 25.000 Euro in Empfang. – Diverse ähnliche Versuche scheiterten in Weimar und im Umland bereits nach kurzer telefonischer Kontaktaufnahme. Die Polizei ruft dazu auf, gerade ältere Menschen für solche Betrugsmaschen zu sensibilisieren.
Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*
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