»Weimar Nachrichten« vom 30. Juli 2026

Kein Abschied fürs Co-Labor

Das Co-Labor der Klassik Stiftung wird keinen Abschied erleben. Das hat das “takt Magazin” berichtet. Der Holzkubus vor dem Weimarer Stadtschloss wird zwar Mitte September abgebaut. Das Projekt zieht aber nicht weg, sondern um. Zur Teilöffnung des Stadtschlosses am 2. bis 4. Oktober findet das Co-Labor einen neuen Platz im Innenhof und in den Eingangsbereichen des Hauses. Dort entstehen unter anderem ein “Schloss Forum” mit Werkstätten, ein Willkommensraum und Aufenthaltsflächen im Innenhof. Geplant ist außerdem die Anbindung an die vorhandene Infrastruktur des Schlosses, etwa an Sanitäranlagen oder Gastronomie. Das Co-Labor wird damit dauerhaft verankert und finanziell abgesichert. Der Ort bleibt weiterhin kostenfrei zugänglich und kann von der Stadtgesellschaft mitgestaltet werden. – Seit 2021 gibt es das Co-Labor. Ermöglicht wird es durch eine Sonderfinanzierung des Bundes. In den vergangenen Jahren hat es sich als offene Bühne, Treffpunkt und Experimentierraum für die Menschen aus Weimar etabliert.

Weimar erhält neue internationale Zugverbindung

Weimar bekommt ab Freitag eine neue internationale Zugverbindung nach Mittel- und Osteuropa. Das gab das Unternehmen Leo Express bekannt. Am 31. Juli wird die Verbindung in Betrieb genommen. Sie führt von Frankfurt am Main über Erfurt und Weimar bis nach Dresden, Prag, Ostravan, Krakau und auch wieder zurück. Zu diesen Städten erhalten die Menschen aus Weimar damit eine direkte und umsteigefreie Verbindung. Außerdem erreichen sie auch das Woiwodschaft-Karpatenvorland und die Region an der polnisch-ukrainischen Grenze. In die andere Richtung gibt es künftig auch eine direkten Anschluss von Thüringen nach Frankfurt am Main. Die Fahrpreise beginnen in der Economy Class bei 9,90 Euro, in der Business Class bei 24,90 Euro. Günstiger wird es auf einigen innerdeutschen Teilstrecken, etwa zwischen Erfurt und Weimar. Dort sind Tickets in der Economy Class bereits ab 5 Euro und in der Business Class ab 7,50 Euro erhältlich. Die gleichen Preise gelten zwischen Frankfurt und Hanau sowie zwischen Naumburg und Weißenfels.

Große Nachfrage beim Weimarer Ferienpass

Der Weimarer Ferienpass verzeichnet in diesem Sommer eine große Nachfrage. Laut der Stadt nehmen etwa 237 Kinder am Ferienpass 2026 teil, insgesamt wurden bereits 991 Ferientage gebucht. Das Programm umfasst in diesem Jahr 25 Angebote an 66 Ferientagen – von Sport und Bewegung über kreative und kulturelle Formate bis hin zu wissenschaftlichen und erlebnisorientierten Aktivitäten. Rund 23 Prozent der Teilnahmeplätze wurden von Kindern mit Ermäßigungsberechtigung genutzt. Damit leistet das Angebot einen Beitrag, dass Ferienerlebnisse unabhängig vom Geldbeutel der Familien möglich bleiben. Die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt, Sina Solaß, betonte, der Ferienpass zeige jedes Jahr aufs Neue, wie viel Engagement die beteiligten Institutionen und Vereine einbrächten, um Kindern und Jugendlichen tolle Ferientage zu ermöglichen. Er schaffe Räume für Gemeinschaft, neue Erfahrungen und schöne Erinnerungen.

Erfurter Museen können wieder kostenlos besucht werden

In Erfurt können seit Mittwoch die städtischen Museen wieder kostenlos besucht werden. Der Grund dafür sind die hohen Temperaturen. So gebe es laut MDR freien Eintritt, falls das Thermometer mehr als 30 Grad anzeigt. Damit haben die Besucher*innen die Möglichkeit, sich u. a. in den klimatisierten Räumlichkeiten des Angermuseums, der Kunsthalle und im Stadtmuseum abzukühlen. Laut der Stadt habe das Angebot bereits Ende Juni viel Zuspruch erhalten. Es sorgte für eine nahezu verdreifachte Anzahl an Gästen.

Mann fällt durch verfassungsfeindliche Parolen auf

Ein 48-Jähriger Mann ist in Weimar durch volksverhetzende und verfassungsfeindliche Parolen auffällig geworden. Einem Polizeibericht zufolge habe er diese am Montagabend lautstark geäußert als er auf seinem Fahrrad im Bereich der Carl-August-Allee unterwegs war. Die Polizei konnte ihn wenig später feststellen. Der Mann war stark angetrunken. Das ergab ein Atemalkoholtest. Um die Alkoholisierung beweissicher festzustellen, wurde der Verdächtige zur Blutentnahme ins Krankenhaus gebracht. Zudem wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung sowie des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*

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