»Weimar Nachrichten« vom 30. September 2026

Ute Freudenberg erhält den Weimar-Preis 

Die Sängerin Ute Freudenberg wird am Samstag, den 3. Oktober, mit dem Weimar-Preis 2026 geehrt. Das gab die Stadt bekannt. Der Stadtrat hatte am 17. Juni beschlossen, dass die Künstlerin den Preis erhalten soll. Geboren wurde sie 1956 in Weimar. Hier studierte sie auch an der Franz-Liszt-Musikhochschule. Mehrere Jahre verbrachte sie im Westen, bis sie 1996 wieder in ihre Heimatstadt zurückkehrte. Freudenberg ist als Sängerin einem breiten Publikum bekannt und zählt zu den prägenden Stimmen der deutschsprachigen Musikszene. – Der Weimar-Preis gilt als höchste Auszeichnung der Stadt und ist mit fünftausend Euro dotiert. Vergeben wird er alle zwei Jahre an Persönlichkeiten, die sich um das kulturelle Ansehen Weimars verdient gemacht haben. Im Jahr 2024 erhielt ihn Bernd Kauffmann.

Grundschule Tannroda beim Deutschen Schulpreis erfolgreich 

Die staatliche Grundschule Tannroda aus Bad Berka hat beim Deutschen Schulpreis überzeugen können. Laut Robert Bosch Stiftung wurde sie mit einem Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro gewürdigt. Auch vier andere Schulen haben diese Zuwendung erhalten. Besucht wird die Grundschule Tannroda von 106 Schülern und Schülerinnen. Wie die Stiftung auf ihrem Schulportal schildert, mache sie einiges anders als andere Schulen. Beispielsweise habe sie neben einer weiteren Schule aus Thüringen die Genehmigung, in allen Jahrgangsstufen auf Ziffernnoten verzichten zu können. Anstelle dessen nutze sie eigene Leistungsrückmeldebögen. Die Kinder lernen dort in altersgemischten Gruppen. Der Unterricht ist fächerübergreifend und projektorientiert. – Für den Deutschen Schulpreis waren insgesamt 15 Schulen nominiert, knapp 90 hatten sich um die Auszeichnung beworben. Den Hauptpreis gewann die Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf in Hessen. In diesem Jahr fand die Ehrung zum 20. Mal statt.

Fahrradständer werden vorübergehend abgebaut 

In Weimars Innenstadt werden an mehreren Stellen Fahrradständer vorübergehend abgebaut. Laut der Stadt ist dies nötig, da deren Fläche für das Vorbereiten und Durchführen des Zwiebelmarktes gebraucht wird. Betroffen sind unter anderem die Ständer in der Schiller-, Frauentor- und Puschkinstraße sowie am Frauenplan und am Theaterplatz. Der Abbau erfolgt durch den Kommunalservice, er soll bis zum 1. Oktober abgeschlossen sein. Nach Abschluss des Zwiebelmarktes werden sie wieder aufgestellt. Die Stadt bittet die Bürger*innen um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen.

Zwei Feuerwehreinsätze wegen brennender Mülltonnen

In der Nacht zu Dienstag ist die Feuerwehr gleich zweimal wegen brennender Mülltonnen ausgerückt. Wie die Polizei mitteilt, wurde gegen Viertel vor zwölf in der Frauentorstraße zunächst eine Papiertonne in Brand gesetzt. Das Feuer griff auf eine weitere Tonne über. Der Sachschaden wird auf rund 640 Euro geschätzt. Gegen halb zwei in der Nacht brannten dann in der Pabststraße erneut Mülltonnen. Auch hier wurde zunächst eine Tonne auf bislang unbekannte Weise entzündet. Zwei Tonnen brannten vollständig nieder, eine dritte wurde durch die Hitze beschädigt. Der Schaden beträgt hier etwa 120 Euro. Im Umfeld beider Brandorte wurden jeweils mehrere Personen wahrgenommen. Ob sie mit den Bränden in Verbindung stehen, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Außerdem wertet die Polizei Videoaufzeichnungen aus dem Bereich der Frauentorstraße aus.

Unfall während Fahrstunde  

Ein 26-Jähriger hat am Montagvormittag seine erste Fahrstunde auf dem Motorrad mit einem Unfall beendet. Der Unglücksfall ereignete sich in der Gemeinde Am Ettersberg. Laut Polizei fuhr der Fahrschüler beim Anfahren zu schnell nach vorn. Die Konsequenz: er kollidierte leicht mit einem Betonpfeiler. Im Anschluss daran stürzte er und verletzte sich leicht. Sein Fahrlehrer kontaktierte daraufhin den Notarzt. Da der eigentlich angeforderte Rettungswagen liegen geblieben war, kam stattdessen ein Hubschrauber zum Einsatz.

Nachrichten verfasst von Michael Tuscher.*

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