»Weimar Nachrichten« vom 31. August 2026

Weimarer Dreieck-Preis 2026 verliehen
Den Weimarer Dreieck-Preis hat in diesem Jahr die Stiftung Genshagen erhalten. Vergeben wurde er am vergangenen Samstag in der Weimarhalle. Gewürdigt wurde die Stiftung für das Jugend-Labor „KulturPass“. Im Rahmen des Formats trafen sich im März vergangenen Jahres 21 junge Erwachsene aus Deutschland, Frankreich und Polen auf Schloss Genshagen. Dort diskutierten sie, wie kulturelle Teilhabe verbessert und jungen Menschen der Zugang zu Kunst und Kultur erleichtert werden kann. Ausgehend von bestehenden Kultur-Pass-Modellen erarbeiteten sie konkrete Empfehlungen und besprachen diese mit Vertretern aus Kultur, Politik und Bildung. Die Jury würdigte insbesondere die Verbindung von grenzüberschreitender Begegnung, aktiver Jugendbeteiligung und kulturpolitischer Wirkung. Dotiert ist der Preis mit 2.000 Euro. Verbunden ist die Auszeichnung zudem mit einem Holzschnitt des Thüringer Holzbildhauers und ehemaligen DDR-Bürgerrechtlers Thomas Kretschmer. Verliehen wurde der Preis während der Festveranstaltung zum 35-jährigen Bestehen des Weimarer-Dreiecks.
Adam-Mickiewicz-Denkmal wieder eingeweiht
Das Weimarer Denkmal für den polnischen Dichter Adam Mickiewicz ist am Samstag an seinem neuen Standort eingeweiht worden. Laut der Stadt ist es nun am Burgplatz zu finden. Die Wieder-Einweihung fand im Rahmen der Feiern zum 35. Geburtstag des Weimarer Dreiecks statt. Errichtet wurde das Denkmal 1956. Neben dieser Dichterbüste gibt es noch drei weitere, die während der DDR aufgestellt wurden. Jahrzehntelang stand das Denkmal unweit der nordöstlichen Ecke des Stadtschlosses im Park an der Ilm. Infolge der Stadtschloss-Sanierung fristete es ein Dasein hinter Bauzäunen. Auf seinem neuen Platz zwischen Stadtschloss und Anna-Amalia-Bibliothek erhält es nun wieder mehr Sichtbarkeit.
BgR lädt zur Radtour „Wider das Vergessen“
Das Bündnis gegen Rechtsextremismus lädt erneut zur Radtour „Wider das Vergessen“. Stattfinden wird die Tour am Samstag, dem 5. September. Laut Ankündigung richtet sich der Fokus diesmal auf Orte der Zwangsarbeit in und um Weimar. An den Erinnerungs- und Gedenkorten, an denen die Tour Station macht, werden Expert*innen Näheres zu deren Geschichte erzählen. Zudem soll es die Möglichkeit des Gedenkens an die Opfer geben. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein verkehrstaugliches Fahrrad. Auch wird empfohlen, Proviant und ausreichend Getränke mitzunehmen. Beginnen wird die Tour 9:30 Uhr vor dem mon ami. Unterstützung erhält sie unter anderem vom Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus und von der Gedenkstätte Buchenwald.
Arbeitslosigkeit im August leicht gestiegen
Die Arbeitslosigkeit ist in Weimar im August leicht gestiegen. Das gab die Agentur für Arbeit in einer Mitteilung bekannt. So waren 2.291 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 29 Personen mehr als im Juli und 191 mehr als vor einem Jahr. Trotz der gestiegenen Arbeitslosigkeit sind die Stellenmeldungen nach wie vor auf einem hohen Niveau, erklärt Irena Michel von der Agentur. Im August wurden in Weimar 121 Stellen neu gemeldet. Das ergibt ein Plus von vier Stellen im Vergleich zum Vormonat und einen Zuwachs von 20 gegenüber dem Vorjahr. Aktuell befanden sich damit 469 Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Fahrgast verletzt Busfahrer an Endhaltestelle
Ein 62-jähriger Fahrgast soll am Freitagnachmittag mit einem Busfahrer in Streit geraten sein. Wie die Polizei berichtet, habe der Mann an der Endhaltestelle Bodelschwinghstraße seinen Unmut über dessen Fahrweise geäußert. Dabei habe er die Tür zur Fahrerkabine zugeschlagen und dem 59-jährigen Fahrer das Bein eingeklemmt. Der Fahrer sei dabei leicht verletzt worden. Beim Fahrgast wurden 1,52 Promille Atemalkohol gemessen.
Nachrichten verfasst vom Michael Tuscher*
*Unsere Nachrichtenredaktion arbeitet anteilig mit KI-Tools. Alle Inhalte werden sorgfältig recherchiert und redaktionell geprüft.