»Weimar Nachrichten« vom 31. Juli 2026

VMT erhöht Fahrpreise ab August

Ab Samstag müssen die Fahrgäste des Nahverkehrs in Weimar und weiteren Städten Mittelthüringens etwas tiefer in die Tasche greifen. Das hat der Verkehrsverbund Mittelthüringen angekündigt. Eine Einzelfahrt für Erwachsene wird demnach von 2,90 Euro auf 3 Euro angehoben. Auch für Kinder steigt der Preis, ihre Einzelfahrt kostet künftig 2 Euro statt bisher 1,90 Euro. Eine Tageskarte innerhalb der City-Zone steigt von 7,40 Euro auf 7,60 Euro. Auch das VMT-Hopper-Ticket für Hin- und Rückfahrt wird teurer. Mussten dafür bislang 7,90 Euro gezahlt werden, sind für das Ticket ab morgen 8,20 Euro fällig. Grund für die Erhöhung seien laut VMT steigende Kosten für Energie, Personal und Infrastruktur. Wer noch Fahrscheine zum alten Preis besitzt, kann diese noch bis Ende Oktober nutzen. Das Deutschland-Ticket ist von den Preiserhöhungen nicht betroffen.

Yiddish Summer startet Festivalwoche

Der Yiddish Summer Weimar rückt in seiner diesjährigen Festivalwoche jiddischsprachige Frauen in den Mittelpunkt. Das teilten die Organisatoren des Festivals mit. Im Fokus steht das Projekt „Yiddish Wo:men – Another Story of Modernity“. Gefördert wird es von der Kulturstiftung des Bundes. Mehr als 50 Veranstaltungen sind geplant, der Großteil davon kostenfrei. Zu erleben sind sie in der Other Music Academy, im Kulturzentrum mon ami und auf dem Marktplatz. Am Samstag, dem 1. August, beginnt das Programm um 16 Uhr mit einer Präsentation zu jiddischsprachigen Frauen und der Geschichte des Buches. Danach eröffnen das Duo Fran & Flora und das Quartett der Geigerin Anna Lowenstein zusammen im mon ami das Konzertprogramm. Das Musiktheaterstück „Togbukh“ wird dann am Sonntag Premiere feiern. Es erzählt von der jiddischen Schauspielerin Rose Shoshana Kahan und ihrer Zeit im Shanghaier Ghetto der 1940er Jahre. Bis zum 8. August wird die Festivalwoche stattfinden. – Nähere Informationen zum Programm sind auf der Homepage yiddishsummer.eu zu finden.

Kunsthaus Apolda wird weiter gefördert

Für das Kunsthaus Apolda gibt es auch im kommenden Jahr wieder Fördergeld vom Land. Laut MDR habe das Kulturminister Christian Tischner am Mittwoch bei einem Vor-Ort-Besuch zugesagt. Rund 75.000 Euro sollen wieder in die Einrichtung fließen, so viel wie in diesem Jahr. Das Kunsthaus habe überregionale Bedeutung und liege im Interesse des Landes, begründete Tischner die Entscheidung. Selbstverständlich sei die Förderung jedoch nicht. Allein sein Ministerium müsse 72 Millionen Euro einsparen. Geld vom Land gebe es auch für den bevorstehenden Umbau. Wegen der Bauarbeiten wird das Haus ab Herbst schließen. In den vergangenen Wochen hatten sich die Mitarbeiter Sorgen um die Zukunft der Einrichtung gemacht. Zwar sind Ausstellungen bis 2031 geplant, die Finanzierung war aber alles andere als sicher.

Hohenfelden lädt zum Schäfertag

Zum 33. Mal wird zum Thüringer Schäfertag geladen. Verantwortlich sind der Landesverband Thüringer Schafzüchter und das Freilichtmuseum Hohenfelden. Los geht es morgen um 9 Uhr auf dem Museumsgelände „Am Eichenberg“ in Hohenfelden. Zum Auftakt tritt der Titelverteidiger bei der Landesmeisterschaft der Thüringer Schäfer gegen die Sieger der Regionalausscheide an. Mit ihren eigenen Hunden und einer fremden Herde müssen die Schäfer verschiedene Stationen meistern, etwa das Ein- und Auspferchen der Herde. Eine Jury bewertet das Können von Hütern und Hunden. Die Siegerehrung ist für etwa 15.30 Uhr geplant. Dazu gibt es ein buntes Rahmenprogramm. Rund 20 Spinnerinnen und Spinner wetteifern um den längsten Faden. In einer Tierschau lassen sich Thüringer Schaf- und Ziegenrassen entdecken. Auch wird  die Schafschur per Hand und Maschine vorgeführt. Auf einem kleinen Markt gibt es zudem Produkte rund ums Schaf sowie Spezialitäten wie Schafsalami und Schafskäse. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Sonderamtsblatt dreht sich um Eingemeindung Vollersroda

In dem heute erscheinenden Sonderamtsblatt der Stadt spielt die Eingemeindung Vollersroda eine zentrale Rolle. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung hervor. Sie macht in dem Blatt auf eine Anwohner-Anhörung zur geplanten Eingemeindung aufmerksam. Wie es heißt können die Bürger und Bürgerinnen vom 10. August bis 11. September schriftlich beim Thüringer Landesverwaltungsamt dazu Stellung nehmen. Die Anhörungsunterlagen liegen im selben Zeitraum im Büro des Stadtrates im Rathaus aus und sind auch online abrufbar. Das Sonderamtsblatt selbst ist in den Verwaltungsgebäuden in der Schwanseestraße, am Herderplatz und im Rathaus zu finden. Auch steht es online zur Verfügung.

Nachrichten verfasst von Michael Tuscher*

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