»Weimar Nachrichten« vom 4. Juni 2026

Poetryfilmtage 2026 starten
Die Internationalen Thüringer Poetryfilmtage beginnen heute Abend im Kino mon ami. In diesem Jahr steht die Beziehung zwischen Poetry-Slam und Poetry-Film im Mittelpunkt. Eingeladen haben die Bauhaus-Universität und die Literarische Gesellschaft Thüringen. Auf dem Programm stehen an drei Tagen Lyriklesungen, Spoken-Word-Performances und aktuelle Poesiefilme. Den Auftakt macht um 18 Uhr im Kino mon ami die Thüringen-Premiere des Animationsfilms „Karten der Wildnis“. Studierende, Alumni und Lehrende der Bauhaus-Universität haben ihn umgesetzt. Um 19 Uhr folgt „Un Poeta“ von Simón Mesa Soto, der beim Festival de Cannes 2025 den Preis der Jury erhielt. Morgen Abend kommen Live-Performances ins Sendestudio von Radio Lotte. Das Festival endet am Samstag im Lichthaus Kino mit der Verleihung des 11. Weimarer Poetryfilmpreises. Für den Wettbewerb gingen 450 Filme aus mehr als 60 Ländern ein.
Anmeldeschluss für Tag des offenen Denkmals naht
Für den Tag des offenen Denkmals im September nimmt die Stadt noch bis zum 14. Juni Anmeldungen entgegen. Das geht aus einer Mitteilung hervor. Der Aktionstag wird bundesweit am 13. September stattfinden. Dann öffnen Denkmale ihre Türen für interessierte Besucher. Das diesjährige Motto lautet “NetzWERKE – Denkmale und Infrastruktur”. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz möchte damit sowohl die Netzwerke von Menschen in den Blick rücken, die Denkmale erhalten und pflegen, als auch Infrastrukturbauten wie Bahnhöfe, Brücken und Industriegebäude, von denen viele Denkmalwert besitzen. Eine Anpassung an das Motto ist dabei keine Pflicht. Wer Interesse daran hat, sich am Tag des offenen Denkmals als Veranstalter zu beteiligen, kann sich per E-Mail unter denkmalschutz@stadtweimar.de anmelden.
Selbsthilfegruppe für COPD-Erkrankte geplant
In Weimar soll bald eine Selbsthilfegruppe für COPD-Erkrankte entstehen. Eine davon Betroffene möchte sie ins Leben rufen, heißt es in einer Mitteilung. COPD ist die Abkürzung für chronisch-obstruktive Lungenerkrankung. Zu den typischen Symptomen zählen chronischer Husten und Atemnot, besonders unter Belastung. Vor allem die Atemnot schränkt das Leben von Betroffenen ein. In der Gruppe soll Raum sein für praktische Alltagstipps, für Fragen, die im Arztgespräch zu kurz kommen, und für Informationen zu Therapien und Medikamenten. Auch der gemeinsame Umgang mit körperlichen und seelischen Belastungen soll Thema sein. Die Stadt will die Gründung nach eigenen Angaben unterstützen. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail bei der Selbsthilfekontaktstelle im Gesundheitsamt melden, unter selbsthilfe@stadtweimar.de.
IBU-tec zieht Großauftrag an Land
Das in Weimar ansässige Unternehmen IBU-tec hat einen Großauftrag an Land gezogen. Laut MDR gab das Unternehmen bekannt, dass es am Produktionsstandort Bitterfeld synthetisches Grafit herstellen wird. Es soll später in Batterien zur Anwendung kommen. Auftraggeber ist ein Großkonzern. Nach Angaben des Unternehmens umfasst der Auftrag eine Summe in Höhe eines niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrags. Ziel der Kooperation ist die Unabhängigkeit gegenüber Märkten wie China. Man wolle die westliche Batterie-Wertschöpfungskette stärken. – Die IBU-tec-Gruppe zeichnet für die Produktion und Entwicklung von Industrie-Materialien verantwortlich. Dazu zählen beispielsweise Bestandteile von Batterien für E-Fahrzeuge und stationäre Energiespeicher.
Schlaganfall-Vorsorge heute auf dem Goetheplatz
Der Infobus der Initiative „Herzenssache Lebenszeit“ macht heute auf dem Goetheplatz Station. Von zehn bis vierzehn Uhr beraten dort laut MDR ein Chefarzt und sein Team der Zentralklinik Bad Berka ganz individuell zu Schlaganfall-Prävention. Die Experten zeigen verschiedene Untersuchungstechniken. Dazu gehören Blutdruck-, Blutzucker- und Blutflussmessungen in den Hirngefäßen. Gleichfalls wird ein Ultraschallgerät für Herzuntersuchungen auf dem Platz aufgebaut.
Verfassungsfeindliche Schmierereien an Bushaltestellen
In Berlstedt hat die Polizei mehrere Hakenkreuz-Schmierereien an Bushaltestellen entdeckt. Insgesamt wurden dort acht verfassungsfeindliche Symbole und weitere Schriftzüge festgestellt. Nach bisherigen Erkenntnissen haben Unbekannte damit dort zuvor aufgesprühte linke Graffitis übermalt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 1.000 Euro. Die Polizei sicherte Spuren und dokumentierte die Schmierereien. Die Gemeinde veranlasste umgehend das Entfernen der Symbole und Schriftzüge. Auch wurden die Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie wegen Sachbeschädigung aufgenommen.
(mt/ki)