»Das Schaltbild. Philosophie des Fernsehens als Vorlesung im Radio«

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Eine Kooperation von Radio LOTTE Weimar und der Professur Medienphilosophie an der Fakultät Medien der Bauhaus Universität Weimar.

Medien organisieren das Denkvermögen. Sie regulieren Handeln, Fühlen, Wissen. Sie schalten und walten. Die Frage ist: wie?

Das gilt auch ganz konkret für das populäre technische Massenmedium Fernsehen. Besonders dann, wenn es sich gar nicht mehr als Fernsehen zu erkennen gibt. Es ist fast völlig verteilt und entgrenzt, kaum mehr definierbar. Aber gerade dadurch greift das Fernsehen unentwegt und oft unerkannt in die Welt-, die Bild- und Lebenszusammenhänge ein, die es selber stiftet und verkörpert.

Es bestimmt, was Präsenz ist. Es formt alles um in Serien. Es fliegt zum Mond. Es verlangsamt und beschleunigt. Es verknüpft die Bildschirme zu dichten Milieus und bewohnt sie dann. Es schreibt seine eigene Geschichte und platziert sie als Geschichte überhaupt. Es regt auf, und es langweilt.
Es schaltet sich einfach überall ein. Es ist das Schaltbild schlechthin. Darüber müssen wir reden.

Die Coronakrise zeitigt vielerlei Effekte. Hier führt sie dazu, daß die Vorlesung, die im Hörsaal der Bauhaus-Uni nicht möglich ist, auswandert und in den öffentlichen Raum zieht. Sie wird radiophon. Das verändert sie natürlich. Das radiophone Medium organisiert das Wissen über das Fernsehen anders als der Hörsaal. Wie, das gilt es herauszufinden.

Die Sendereihe ist also ein Experiment. Wir wissen, wie bei einer guten Serie, nicht, wie es ausgeht.

Eine Vorlesungsreihe von und mit Professor Dr. Lorenz Engell, immer montags bis donnerstags jeweils um 15.00 Uhr auf der 106,6 MHz

Immer freitags haben Sie dann die Möglichkeit, die Vorlesungen der Woche als Podcast herunterzuladen.

 

Vorlesung 1. Woche

Vorlesung 2. Woche

Vorlesung 3. Woche

Vorlesung 3. Woche - Abschluss