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»Weimar Nachrichten« vom 19. Januar 2026

19. Januar 2026 / Weimar, Nachrichten

Nachrichten aus der Region hier bei Radio LOTTE Weimar

Evangelische Kirche ehrt Luther-King
Mit einem Gottesdienst in der Weimarer Jakobskirche hat gestern die Evangelische Kirche Mitteldeutschland den 1968 ermordeten US-amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther-King geehrt. Anlass war der 97. Geburtstag des Friedensnobelpreisträgers am 15. Januar. Die Predigt hielt der ehemalige Pfarrer der Martin-Luther-King-Kirche in Gropiusstadt, Andreas Schiel - musikalisch begleitet vom Gospelchor Magdala. Heute Abend läuft im Kino "mon ami" der Dokumentarfilm "I am not your Negro" über den weißen Rassismus in der US-amerikanischen Gesellschaft. Anlass ist der "King-Day", der jährlich am 20. Januar in den USA als Feiertag begangen wird.
Die Kreisverbände der Linken haben gestern an der Luxemburg-Stele in Schöndorf der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gedacht. Die Mitbegründer der Kommunistischen Partei wurden am 15. Januar 1919 von Freikorps-Soldaten ermordet.

Freundeskreis Stadtmuseum präsentiert Jahresschrift
Der Freundeskreis des Stadtmuseums hat jetzt seine neue Jahresschrift präsentiert. Demnach geht es in den "Beiträgen zur Weimarer Geschichte" unter anderem um eine kurze Liebesgeschichte, die Weimar-Besucher Franz Kafka im Juli 1912 mit der Hausmeistertochter Margarethe erlebte. Andere stadthistorische Beiträge widmen sich der Wirtschaftsgeschichte Weimars, Arbeiten der Künstler Lucas Cranach und Bauhaus-Meister Adolf Meyer oder dem Komponisten Richard Strauss. Der habe dem Weimarer Maler Christian Rohlfs geholfen, indem er ihm Werke abkaufte, heißt es in dem vorzeigenden Bild-Bericht. Darüber hinaus enthält die Publikation das diesjährige Vortrags-, Führungs- und Ausstellungsprogramm des Stadtmuseums. Herausgeber der Schrift ist Axel Stefek vom Stadtarchiv.

Kunsthaus eröffnet Günter-Rössler-Schau
Im Kunsthaus Apolda ist gestern die angekündigte große Ausstellung zum 100. Geburtstag des DDR-Fotografen Günter Rössler eröffnet worden. Gezeigt werden bis zum 3. Mai 130 Arbeiten des 2012 Verstorbenen aus sechs Jahrzehnten seines Schaffens. Dazu gehören laut Kunsthaus "authentische Reportagen, wegweisende Modefotografien und kraftvolle Schwarz-Weiß-Akte". Rössler habe die Geschichte der deutschen Fotografie wesentlich geprägt, hieß es zur Eröffnung. Durch seine Aktfotografie sei er international bekannt geworden. Begleitet wird die Schau vom Dokumentarfilm "Die Genialität des Augenblicks". Überdies sind in einer Kabinett-Ausstellung Portraits männlicher Models des Weimarer Fotografen Matthias Eckert zu sehen. 

Süßmuth schließt Koalitionsbruch wie in Brandenburg aus
Weimars BSW-Landes-Vize und Vorsitzender des BSW-Stadtverbandes Gernot Süßmut schließt einen Bruch wie in Brandenburg aus. Es sei ein Signal, im eigenen Landesverband zusammenzustehen, sagte er dem MDR. Alle seien sich ihrer Verantwortung bewusst. BSW-Landtagsabgeordneter Sven Küntzel sagte zudem, der Landesverband habe es bisher immer geschafft, unterschiedliche Ansichten und Meinungen unter einen Hut zu bringen. Auch die Abgeordneten, die dem Landesvorstand mangelnde Selbstkritik vorwerfen, stellten die Koalition nicht infrage, betonte der Parlamentarische Geschäftsführer der BSW-Fraktion, Stefan Wogawa, gegenüber dem Sender.
Thüringen ist nach dem Bruch der SPD-BSW-Koalition in Brandenburg das einzige Bundesland, in dem das BSW an einer Regierung beteiligt ist.

Polizei sucht Zeugen
Weimars Polizei sucht Zeugen, die Angaben zur Sprengung eines Zigarettenautomaten im Ortsteil Gaberndorf machen können. Die Tat ist dort laut Aufruf am Samstag, gegen 18 Uhr 45, in der Straße Am Schluftergraben verübt worden. Entwendet worden sei eine bislang unbekannte Menge an Zigaretten sowie Bargeld. Der Gesamtschaden wird auf 5.000 Euro geschätzt. Unklar sei auch, ob die Jugendlichen, die kurz vorher im Bereich des Zigarettenautomaten gesehen wurden, damit in Zusammenhang stehen. Wer Hinweise zur Tathandlung oder zur Person des oder der Täter machen könne, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizeistation zu melden - per E-Mail oder unter der Weimarer Telefonnummer 88 20.
Der Städtische Ordnungsdienst teilt mit, dass der sogenannte "Panzerblitzer" in dieser Woche in der Eduard-Rosenthal-Straße, Höhe Kindergarten "Anne Frank", aufgestellt wird.

 

 wk

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Autor: nbv