Weimar Beiträge
»Weimar Nachrichten« vom 26. Februar 2026
26. Februar 2026 / Weimar, Nachrichten
Nachrichten aus der Region hier bei Radio LOTTE Weimar
Linke und Grüne besorgt über Thüringenkolleg
Grüne und Linke zeigen sich besorgt über die Zukunft des Thüringenkollegs in Weimar. Nach aktuellen Planungen soll das Kolleg schrittweise geschlossen werden. Die Linken-Stadtratsfraktion betont, das Kolleg erfülle eine herausragende bildungspolitische Funktion. Als einzige Einrichtung ihrer Art im Freistaat ermöglicht sie, dass Menschen das Abitur kostenfrei auf dem zweiten Bildungsweg in Vollzeit nachholen können. Das Angebot sei besonders für Menschen ohne geradlinigen Bildungsweg unverzichtbar, heißt es. Auch die Grünen betonen die besondere Bedeutung der Einrichtung. Grünen-Politikerin Ann-Sophie Bohm erklärt, Thüringen müsse sich dieses Kolleg leisten wollen. Sie fordert die Landesregierung dazu auf, ein tragfähiges Konzept zum Erhalt und zur Weiterentwicklung vorzulegen.
Das Thüringer Bildungsministerium begründet die geplante Schließung mit jährlichen Kosten von rund einer Million Euro und rückläufigen Absolventenzahlen. Es folgt damit einer Empfehlung des Rechnungshofs.
Wohnbauprojekt auf ehemaligen Brauereigelände
Das ehemalige Gelände der Brauerei in Weimar-Ehringsdorf soll Platz für ein Wohnbauprojekt bieten. Das berichtete der MDR. Bei einer Info-Veranstaltung für Anwohner präsentierten die Projektentwickler am Montag ihr Vorhaben. Das Konzept sieht den Bau von sechs Gebäuden vor, in denen bis Ende 2027 insgesamt 65 Wohneinheiten entstehen sollen. Um die angespannte Parkplatzsituation im Stadtteil nicht weiter zu belasten, werden die Häuser mit Kellern und Tiefgaragen ausgestattet. Vor Baubeginn muss das Areal von Altlasten und Bauschutt gesäubert werden. Nach Schätzungen des Investors werden dafür etwa 800 Lkw-Fuhren anfallen. Die weiterhin betriebene Ehringsdorfer Brauerei wird durch das Neubauprojekt nicht in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt.
Gedenkstätte kritisiert Protest-Aktion
Die Gedenkstätte Buchenwald wehrt sich gegen eine pro-palästinensische Protestaktion. Laut MDR haben Aktivisten unter dem Motto "Kufiyas in Buchenwald" dazu aufgerufen, am Wochenende des 81. Jahrestag der Lagerbefreiung im April Aktionen stattfinden zu lassen. Als Kufiyas werden die sogenannten Palästinenser-Tücher bezeichnet, die häufig als Symbol pro-palästinensischer Bewegungen getragen werden. Die Initiatoren fordern die Gedenkstätte dazu auf, den bewaffneten Konflikt zwischen Israel und Hamas offen zu thematisieren. Zudem sollen palästinensische Symbole in der Gedenkstätte Buchenwald zugelassen und niemanden wegen Palästina-Solidarität oder Israelkritik mit Rede- oder Hausverbot belegt werden. Die Gedenkstättenleitung reagiert mit scharfer Kritik. Die Aktion stelle eine "völlig unangemessen Instrumentalisierung" des Andenkens an die Opfer des Nationalsozialismus dar. Gruppen, die die Hamas unterstützen oder Israel das Existenzrecht absprechen, hätten in Buchenwald keinen Platz.
Apolda European Design Award wird erneut verliehen
Apolda wird im Mai 2026 erneut zum Treffpunkt der europäischen Modewelt. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, haben 15 Hochschulen aus acht Ländern insgesamt 29 Absolventinnen und Absolventen für den APOLDA EUROPEAN DESIGN AWARD nominiert. Die Kandidaten kommen aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und mehreren osteuropäischen Ländern. Die Nachwuchstalente reichen bis zum 13. März ihre Abschlusskollektionen in Apolda ein. Es können mindestens vier bis maximal sechs selbst entworfene Damen- und Herren-Outfits präsentiert werden. Eine Jury unter Vorsitz der Designerin Karin Veit bewertet die Arbeiten am 23. und 24. April nach Kreativität, Innovation und handwerklicher Umsetzung. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 25.000 Euro vergeben. Die Preisverleihung findet am 9. Mai 2026 im Eiermannbau in Apolda statt – begleitet von einer Modenschau, bei der die prämierten Kollektionen der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Schulanmeldungen in Weimar sind angelaufen
Für Weimarer Viertklässler steht der Wechsel an die weiterführende Schule bevor. Die Anmeldungen laufen Mitte März. Die Stadt Weimar hat die Termine für die Schulanmeldungen bekannt gegeben. Vom sechzehnten bis einundzwanzigsten März können Eltern ihre Kinder an Regelschulen, Gymnasien oder Gemeinschaftsschulen anmelden. Das benötigte Formular gibt es ab heute, den 26. Februar, online – auf den Seiten des Staatlichen Schulamtes Mittelthüringen und der Stadt Weimar. Wichtig: Die Anmeldung muss persönlich an der Wunschschule erfolgen. Jedes Kind darf nur an einer Schule angemeldet werden. Ein Zweitwunsch sei aber auf dem Formular möglich. In Weimar stehen jeweils drei staatliche Regelschulen und Gymnasien sowie zwei Gemeinschaftsschulen zur Auswahl. Wenn mehr Anmeldungen eingehen als Plätze vorhanden sind, wird nach rechtlich festgelegten Kriterien entschieden - im Zweifel entscheidet das Los.
mt
»Weimar Nachrichten« vom 26. Februar 2026
