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»Weimar Nachrichten« vom 3. März 2026

03. März 2026 / Weimar, Nachrichten

Nachrichten aus der Region hier bei Radio LOTTE Weimar


Stadtratsfraktionen wollen Thüringen-Kolleg erhalten
Mehrere Fraktionen des Weimarer Stadtrats möchten das Thüringenkolleg erhalten. Dafür fordern sie den Oberbürgermeister auf, sich für den Fortbestand des Kollegs gegenüber dem zuständigen Landesministerium einzusetzen. Die Fraktionen von CDU, WeimarWerk und SPD haben gemeinsam einen Antrag eingereicht. Auch die Linken-Fraktion hat sich diesem Antrag angeschlossen. Darin werden umgehende Gespräche mit der Thüringer Landesregierung gefordert, um eine Schließung zu verhindern. Die Landesregierung begründet ihre Schließungspläne mit einer Empfehlung des Thüringer Rechnungshofs, der die Kosten pro Schüler als zu hoch bewertet. Die Stadtratsfraktionen widersprechen diesem Argument: Mit rund 14.000 Euro pro Schüler und Jahr liege das Thüringenkolleg deutlich unter den Kosten vergleichbarer Einrichtungen – etwa dem Sportgymnasium Oberhof mit rund 25.000 Euro.
Derzeit ist das Thüringenkolleg die einzige staatliche Einrichtung in Thüringen, die es Erwachsenen ermöglicht in drei Jahren kostenfrei das Abitur nachzuholen.

Weimar bekommt Förderung für E-Busse
Die Stadt erhält rund neun Millionen Euro für die Anschaffung neuer Elektrobusse. Wie mehrere Medien berichten, sollen in den kommenden drei Jahren insgesamt zwölf E-Busse angeschafft werden. Die Gelder fließen aus einem EU-Förderprogramm, das die Mehrkosten für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur ausgleichen soll. Bernd Wagner, Geschäftsführer der Stadtwirtschaft Weimar, sprach von einem großen Schritt in Richtung emissionsfreien Stadtverkehr. Bereits heute sind in Weimar neun Wasserstoffbusse im Einsatz.


Ehrenamtsagentur lädt wieder zur Machbar
Die Ehrenamtsagentur öffnet heute wieder ihre "MachBar". Dort kann sich informieren, wer ehrenamtlich bei einem Verein mitmachen will, aber nicht weiß, wo. Traditionell hat die Agentur in die Küche der Volkshochschule, Graben 6, eingeladen. Dort stellen sich heute Abend ab 18 Uhr vier Einrichtungen mit ihren Aufgaben vor. Anschließend können bei einem Imbiss Fragen gestellt und persönliche Kontakte geknüpft werden. Diesmal beteiligen sich unter anderem das Diakonie-Landgut Holzdorf, die Aids-Hilfe und die mobile Wohnungshilfe der Caritas.
In der "MachBar" stellen sich an vier Terminen im Jahr jeweils vier Vereine vor. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Thüringen: Nah-Ost-Krieg überschattet Jüdisch-Israelische Kulturtage
Der Krieg im Nahen Osten belastet die Jüdisch-Israelischen Kulturtage in Thüringen. Darüber haben mehrere Medien berichtet. Das Festival startet am fünften März – in Erfurt und 16 weiteren thüringischen Städten. 80 Veranstaltungen sind geplant. Doch bei 16 davon ist unklar, ob sie überhaupt stattfinden können. Der Grund: Israel hat seinen Luftraum weiträumig gesperrt. Viele israelische Künstler können deshalb nicht ausreisen. Manche sitzen in Bunkern und Schutzräumen. Festivalleiter Johannes Gräßer will die Ausfälle nicht einfach so überbrücken. Die eingeladenen Künstler aus Israel seien nicht ersetzbar, sagt er. Reinhard Schramm, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, lobt unterdessen die Thüringer Polizei. Sie kontrolliere seit Kriegsbeginn jüdische Einrichtungen stündlich. Die Kulturtage dauern bis zum 26. März.


Streit an Tankstelle eskaliert
Am Sonntagnachmittag ist es an einer Tankstelle zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Ein 38-jähriger Autofahrer wartete hinter einem Pkw an den Tanksäulen. Die beiden Männer im vorderen Wagen hatten offenbar bereits getankt, fuhren jedoch nicht weiter. Als der 38-Jährige hupte, um auf sich aufmerksam zu machen, eskalierte die Situation. Der Beifahrer stieg aus, ging zu dem wartenden Auto und schlug dem Mann durch das offene Fenster ins Gesicht. Anschließend flüchteten die beiden Männer mit ihrem Fahrzeug. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung.

VfB-Läuferinnen überzeugen bei Para-Meisterschaften
Zwei Starter*innen des VfB Oberweimar sind bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Para-Leichtathletik erfolgreich gewesen. Das berichtet der MDR. Geglänzt haben am Wochenende in Erfurt zwei Läuferinnen des Vereins auf der 1.500-Meter-Strecke. Michelle Komossa holte in ihrer Start- und Altersgruppe Gold, während Lea Sophie Elling in der U20-Wertung Silber errang. Beide Athletinnen sind sehbehindert und trainieren gemeinsam in der Runclusive-Abteilung des Vereins.

 

mt/wk

»Weimar Nachrichten« vom 3. März 2026

Autor: nbv