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»Weimar Nachrichten« vom 6. Februar 2026
06. Februar 2026 / Weimar, Nachrichten
Nachrichten aus der Region hier bei Radio LOTTE Weimar
Winterdienst soll besser werden
Der Winterdienst Weimars soll auf Vordermann gebracht werden. So wolle man u. a. die Abfolge der Winterdiensttouren weiter optimieren. Das geht aus der Antwort auf eine Grünen-Anfrage im Stadtrat hervor. Geplant sei eine Auswertung der Einsätze, an der sich auch der ÖPNV beteiligen wird. Auch der Ausbau der Streusalzvorräte sei vorgesehen, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Hintergrund der Anfrage war der Ausfall des Busverkehrs am 9. Januar - verursacht durch schlecht geräumte Straßen, heißt es. Die Stadt möchte weiterhin an einem lageabhängigen Agieren festhalten. Das sei erforderlich, da Weimar beispielsweise unterschiedliche Höhenlagen von etwa 200 bis 450 Metern aufweist. In Verbindung mit lokalen Wettereffekten ergeben sich dadurch teilweise deutlich voneinander abweichende Straßen- und Witterungsverhältnisse.
Winterwerkschau zeigt Projekte und Experimente
An der Bauhaus-Universität startet heute die jährlichen Winterwerkschau. Wie die Uni mitteilt, können bis Sonntag mehr als 50 Projekte besucht werden. Eröffnet wird sie 17 Uhr in der Marienstraße 18, im Haus der Studierenden. Vorwiegend aus der Fakultät Kunst und Gestaltung präsentieren Studierende ihre Projekte und Studien-Ergebnisse. Auch die Fakultät Medien ist mit mehreren Arbeiten präsent. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem kreativen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Neben den künstlerischen Arbeiten stehen zudem neun Workshops unter dem Motto "Gute Gestaltung" auf dem Programm. Gleichfalls werden für Studien-Interessierte Mappen- und Portfolioberatungen angeboten.
Die Winterwerkschau bietet die Möglichkeit zu entdecken, wie künstlerische und gestalterische Arbeiten im Studium entstehen und welche Fragen, Methoden und Materialien dabei eine Rolle spielen. Nähere Informationen zur Schau sind auf der Webseite der Universität zu finden. (mt)
Amtsgericht: Sexualstraftäter verurteilt
Ein ehemaliger Betreue einer Kinder- und Jugend-WG ist nun wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden. Das Urteil fiel vor dem Weimarer Amtsgericht. Gleich am ersten Verhandlungstag wurde es gesprochen, berichtet der MDR. Der Täter bekam eine Strafe von einem Jahr und zehn Monate auf Bewährung. In zehn Fällen verübte er sexuellen Missbrauch an Schutzbefohlen, heißt es. Zudem kommt sexuelle Missbrauch von Jugendlichen hinzu. Der Angeklagte zeigte sich geständig und gab zu einen Teil der Taten verübt zu haben.
Deutsch-Israelische Künstlerin beginnt Atelierprogramm
Das mittlerweile 32. Internationale Atelierprogramm der ACC-Galerie und der Stadt ist angelaufen. Es trägt in diesem Jahr den Titel "All These Moments - The Future of Artistic Storytelling". Von Februar bis Mai wird nun die deutsch-israelische Künstlerin Ella Ponizovsky Bergelson im städtischen Atelierhaus untergebracht sein. Sie wird dort an ihrem Projekt "A Witness" arbeiten. Dabei beschäftigt sie sich mit der Rolle von Augenzeugen bei der Ausformung des kollektiven Gedächtnisses. Ablösen wird sie der chinesische Künstler Dino Zhang und auf ihn folgt die niederländische Künstlerin Sophie Allerding. Alle drei Künstler*innen wurde aus 278 Bewerbungen im Dezember von einer Kunstfach-Jury ausgewählt. Sie werden jeweils vier Monate im städtischen Atelierhaus Weimars wohnen und künstlerisch arbeiten. Die in Weimar entstehenden Werke werden dann im Frühjahr 2027 in der ACC-Galerie zu sehen sein.
Wohnzimmerkirche wird fortgesetzt
Die Evangelische Kirchgemeinde lädt erneut zur Wohnzimmerkirche. Stattfinden wird sie diesmal im Café des Bauhausmuseums. Der Titel der Veranstaltung lautet "Makellos". Wie Pfarrerin Teresa Tenbergen schildert, verbinden sich mit diesem Thema viele Fragen, so zum Beispiel: Was von mir zeige ich gerne, was verstecke ich lieber und wie perfekt muss ich sein. - Beginnen wird die Wohnzimmerkirche heute um 20 Uhr. Sie findet in diesem Jahr an fünf Abenden statt. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Kirchengemeinde.
Polizei: Falscher Bankmitarbeiterin
Die Mitarbeiterin einer Zahnarztpraxis in Weimar ist gestern auf eine Betrugsmasche hereingefallen. Laut Polizei wurde sie von einer angeblichen Bankmitarbeiterin angerufen. Diese erklärte, dass die Praxis zwei Überweisungen fälschlich getätigt habe, die nun korrigiert werden müssten. Die Angestellte gab infolgedessen zwei Buchungen in einem Wert von knapp 20.000 Euro frei. Nachdem der Schwindel aufflog, ließ die Praxis direkt das Konto sperren. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.
mt
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