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»Weimar Nachrichten« vom 7. Januar 2026

07. Januar 2026 / Weimar, Nachrichten

Nachrichten aus der Region hier bei Radio LOTTE Weimar


Nächster Schritt für die Generalplanung der DNT-Sanierung
Der Generalplanervertrag mit dem Berliner Studio Qwertz für die Sanierung des Deutschen Nationaltheaters soll im Februar unterzeichnet werden. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt hervor. Nach der Unterzeichnung soll dann direkt die Planung begonnen werden. Zuvor stehe noch die Bestätigung der Auftragsvergabe durch den Finanz- und Immobilienausschuss der Stadt aus, das sei laut Baudezernentin Claudia Kolb jedoch nur eine Formalie. - Das Studio Qwerz konnte im Auswahlverfahren mit ihrem Gesamtkonzept überzeugen und sich gegen zwei gleichrangig platzierte Mitbewerber durchsetzen. Die Auswahl wurde laut Stadt 14 Monate später als geplant abgeschlossen. Aufgrund eines Rechtsstreits musste das Vergabeverfahren ausgesetzt werden.

Stadt will Böllerverbot
Die Stadtspitze Weimars betrachtet ein bundesweites Böllerverbot als sinnvoll. So machte gestern Oberbürgermeister Peter Kleine im Rathaus deutlich, dass man aus den letzten Jahren lernen müsse. Der Bund müsse hier seiner Verantwortung nachkommen, da es nicht sinnvoll sei, dass jede Kommune ihrer eigenen Regeln aufstelle, so Kleine. Da sich viele Bürger*innen von Jahr zu Jahr extremer verhalten würden, seien mittlerweile dutzende Polizisten und Beschäftigte des Ordnungsamtes nötig, um die vorhandenen Böllerbote in der Innenstadt durchzusetzen, erklärte auch Bürgermeister Ralf Kirsten. So hätten während der letzten Silvesternacht auf dem Goetheplatz erneut Personen aufeinander mit Raketen und Böllern gezielt. Es sei jedoch niemand zu Schaden gekommen - und das auch dank des Einsatzes der Bereitschaftspolizei.

Standesamt meldet erneut weniger Geburten
In Weimar sind im vergangenen Jahr mehr als 250 Menschen weniger geboren worden als im Vorjahr. Da waren es noch rund 730, in der zum Jahresende vom Standesamt veröffentlichten Statistik sind dagegen nur rund 670 Neubürger verzeichnet. Damit hat es erneut deutlich mehr Sterbefälle als Geburten gegeben. Von den Neugeborenen sind etwas mehr als die Hälfte Mädchen, 13-mal wurden Zwillinge gemeldet - fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Beliebteste Vornamen 2025 waren Ella und Karl, gefolgt von Charlotte und Clara, sowie Emil und Arthur. Das erste Neujahrsbaby in Weimars Geburtsklinik allerdings heißt Emelie Helene. Das Mädchen erblickte am Neujahrstag kurz vor halb 10 Uhr das Licht der Welt.

Neues Medizinisches Versorgungszentrum eröffnet
Das Sophien- und Hufeland-Klinikum hat am Montag ein neues Medizinisches Versorgungszentrum eröffnet. Wie mehrere Medien berichten, werden dort zehn Facharzt-Praxen ihre Patienten behandeln. In dem am Hospitalgraben 3 gelegenen Zentrum sind dann unter anderem Fach-Ärzte für Neurologie, Orthopädie und HNO zu finden. Zudem ist dort eine Hausarzt-Praxis für Allgemein-Medizin neu entstanden, heißt es. - Erst nachdem im April die vorherigen Nutzer des Gebäudes ihren neuen Standort in der Henry-van-de-Velde-Straße bezogen haben, konnte das Umsetzen des MVZ in Angriffe genommen werden. Zuvor waren dort unter anderem die psychiatrischen und psychotherapeutischen Tageskliniken untergebracht.

Stadtbücherei verzeichnet erneut Besucher-Plus
Die Stadtbücherei hat auch 2025 einen Zuwachs an Besucher*innen verzeichnen können. Das geht aus ihrer Jahresbilanz hervor. Gegenüber dem Vorjahr war es ein Plus von 1.327 Gästen - ingesamt wurden bis zum 30. November mehr als 98-tausend Personen gezählt. Auch wurden mehr Medien verliehen als 2024. Dabei konnte eine deutlich angestiegene Nachfrage bei den Online-Medien festgestellt werden, heißt es. Gleichfalls gab es mehr Veranstaltungen. Im Vergleich zu 2024 wurde ein Zuwachs von 64 Events gezählt. Gut etabliert habe sich die Herbst-Lesereihe "Europapaletten", die zum vierten Mal ausgerichtet wurde.

Grünflächenamt zieht Bilanz für Baumbestand
Weimars Grünflächenamt hat im vergangenen Jahr zahlreiche Einzelmaßnahmen umsetzen können. So unter anderem für den Baumbestand der Kulturstadt. Aus der Bilanz für das Jahr 2025 geht hervor, dass rund 20.000 Bäume im Stadtgebiet kontrolliert und 268 neu gepflanzt wurden. Außerdem gab es rund 4.000 Maßnahmen, die der Pflege des Baumbestands und der Verkehrssicherheit dienten. Zudem konnten fünf neue Baumpatenschaften hinzugewonnen werden. Auch verweist das Amt auf die Zusammenarbeit mit dem Projekt "1.000 Buchen" und der Grünen Liga.

 

 mt/wk

»Weimar Nachrichten« vom 7. Januar 2026

Autor: nbv