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Aidshilfe lädt zum Gedenken an Rosa-Winkel-Häftlinge
13. August 2018 / Weimar, Nachrichten
In der Gedenkstätte Buchenwald ist gestern der homosexuellen Häftlinge des KZ gedacht worden. Rund 50 Menschen versammelten sich und legten Blumen nieder - darunter auch Stadträte und der Oberbürgermeister. Der Historiker Günter Grau erinnerte in der Gedenkrede, daß von 1937 bis '45 auf dem Ettersberg 650 homosexuelle Männer in so genannte Schutzhaft genommen worden waren. Etwa jeder Zweite sei an Entbehrungen, Medizinexperimenten oder Mordaktionen gestorben.
Organisiert hatte das Gedenken an die Rosa-Winkel-Häftlinge wieder die Aidshilfe Weimar und Ostthüringen. Den Tag zuvor demonstrierte sie in Weimar mit mehreren Hundert Menschen für mehr Akzeptanz von Homo- und Transsexuellen. In bunten Kostümen forderten sie zum Christopher-Street-Day unter anderem eine vollständige Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe.
