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Omas gegen Rechts wollen Absprache verhindern
20. April 2021 / Weimar, Nachrichten
Die Initiative "Omas gegen Rechts" Erfurt will eine Absprache im Ballstädt-Prozess verhindern. Laut einer Petition der Gruppe soll eine Abmachung zwischen Staatsanwaltschaft und Angeklagten vermieden werden. Dort heißt es, dass es ein fatales Signal sei den Angeklagten einen Deal anzubieten. Die Petition ist auf der Plattform change.org zu finden. 2017 hatte das Landgericht Erfurt zehn Männer und eine Frau beschuldigt am Überfall auf eine Kirmesgesellschaft in Ballstädt beteiligt gewesen zu sein. Der Überfall ereignete sich im Februar 2014. Es wurden teilweise mehrjährige Haftstrafen verhängt. 2020 hatte der Bundesgerichtshof das Urteil aus formalen Gründen aufgehoben. Der Prozess sollte an einer anderen Strafkammer des Landgerichts neu verhandelt werden. Wie mehrere Medien berichteten, hatte es die Staatsanwaltschaft Erfurt in Erwägung gezogen mit den Angeklagten sogenannte Deals einzugehen. So sollte u. a. die Neuauflage des Prozesses verkürzt werden. (mt)
