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Oscar-prämierter Film setzt Denkmal für KZ-Häftlinge

26. April 2021 / Weimar, Nachrichten

Der britisch-französische Film „Colette" über die ehemalige Résistance-Kämpferin Colette Marin-Catherine ist mit einem Oscar ausgezeichnet worden. Das geht aus einer Mitteilung der Gedenkstättenstiftung Buchenwald und Mittelbau-Dora hervor. Im Film wird die französische Colette Marin-Catherine auf ihrer Reise nach Nordhausen zum ehemaligen KZ Mittelbau-Dora begleitet, wo sie sich auf Spurensuche nach ihrem dort 1945 verstorbenen Bruder Jean-Pierre Catherin begibt.

"Die Oscar-Verleihung würdigt auch die vielen Zehntausend weiteren Widerstandskämpfer in ganz Europa, die in das KZ Mittelbau-Dora verschleppt wurden", sagt Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung. "Tausende starben dort bei der Zwangsarbeit für Rüstungsprojekte, die den Nazis den 'Endsieg' bringen sollten. Ihnen und den Menschen, denen die Brüder, Väter und Ehemänner genommen wurden, setzt der bewegende Film ein Denkmal.

Der Dokumentarfilm "Colette" wurde von The Guardian produziert und ist im Original auf der Internetseite www.theguardian.com kostenlos zu sehen. (shg) 

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