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Stadtmuseum gibt Krackow-Erinnerungen heraus

12. Dezember 2018 / Weimar, Nachrichten
Charlotte Krackow; "Gestaltung: Waldmann. Büro für Gestaltung, Bildausschnitt Buchcover"
Charlotte Krackow; "Gestaltung: Waldmann. Büro für Gestaltung, Bildausschnitt Buchcover"

In der Reihe Weimarer Schriften hat jetzt das Stadtmuseum die "Erinnerungen der Charlotte Krackow" herausgegeben. Grundlage ist das verschollen geglaubte Originalmanuskript, das bei Recherchen im Privatbesitz eines Nachfahrens wiederentdeckt wurde. Die Papiere wurden von der Germanistin Ulrike Müller-Harang geordnet und kommentiert. Dabei wurden die Schilderungen mit Illustrationen erwähnter Persönlichkeiten angereichert und mit Stadtansichten und Schriftdokumenten versehen. Es entfalte sich ein lebendiges Panorama des 19. Jahrhunderts aus der Sicht einer Bürgerin, heißt es.

Die 1915 90-jährig verstorbene Charlotte Krackow war die letzten Bewohnerin des Kirms-Krackow-Hauses. Die als "lebende Legende" bezeichnete alte Dame bewahrte die mündlichen Überlieferungen ihrer Familie bis zurück in die Regierungszeit Anna Amalias; sie selbst war sieben Jahre alt, als Goethe starb. (wk)

Autor: caf