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»Weimar Nachrichten« vom 11. Februar 2026
11. Februar 2026 / Weimar, Nachrichten
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Stadtgutschein wird gut angenommen
Weimars Stadtgutschein erfreut sich großer Beliebtheit. Mittleweile nutzt ihn die Stadtverwaltung als Arbeitgeber, heißt es in einer Mitteilung. In diesem Jahr möchte laut Tourismusinformation die Weimar GmbH mit dem Gutschein einen Umsatz von 300.000 Euro erreichen. Das soll vor allem durch die Partnerschaft mit der Verwaltung möglich werden. Mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen haben sich für den Stadtgutschein entschieden, betont Oberbürgermeister Peter Kleine. Neben der Kernverwaltung können zudem die Mitarbeiter des Kommunalservice sowie der Volkshochschule über die Verwendung des Angebots entscheiden.Etabliert wurde der Stadtgutschein vor dreieinhalb Jahren von der Weimar GmbH in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wirtschaft und dem Innenstadtverein. Mittlerweile akzeptieren 55 Anbieter diese Bezahlvariante. Im Jahr 2025 wurden mehr als 1.800 Stück verkauft. Erweitert wurde das Angebot um die Arbeitgeber-Variante im vorletzten Jahr.
Spielplatz am Mon Ami gesperrt
Der Spielplatz am Mon Ami ist ab sofort gesperrt. Laut einer Mitteilung der Stadt sei dies aufgrund des dort fortgesetzten Vandalismus erforderlich. In den Abendstunden wurden wiederholt auf der Anlage Glasflaschen zerbrochen. Infolgedessen haben sich zahlreiche Glassplitter im Holzhäcksel-Fallschutz verteilt. Somit besteht eine akute Gefährdung für Kinder, heißt es. Aufgrund des aktuellen Wetters verbunden mit Restschnee und gefrorenem Untergrund kann der Spielplatz im Augenblick nicht gereinigt. Dies werde dann in Angriff genommen, sobald sich die Wetterlage ändert. Ist ein Entfernen der Glassplitter nicht möglich, soll der Holzhäckselbelag ausgetauscht werden, was zu einer längeren Sperrung und höheren Kosten führen könnte.
Erinnern an Bombenangriff vor Hufeland-Kindergarten
Vor dem Hufeland-Kindergarten ist am Montag, dem 9. Februar, an die Opfer des Bombenangriffs vor 81 Jahren erinnert worden. Während der Veranstaltung machte die SPD-Kreisvorsitzende Desiree Benner deutlich, dass Kinder vor Krieg, vor Missbrauch und vor Armut geschützt werden müssen. Zudem erinnerte sie daran, "dass Demokratie nicht plötzlich stirbt, sondern schleichend: durch Gleichgültigkeit und das Infragestellen ihrer Werte." Auch kam OB Peter Kleine zu Wort. Er sprach darüber, wie nah Krieg heute wieder erscheint und appellierte an Vertrauen und die Hoffnung auf Frieden.
Insgesamt starben durch den Bombenangriff am 9. Februar 1945 an die 1000 Menschen in Weimar, darunter zahlreiche KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene. Das Ziel war die Rüstungsfabrik im Nordosten der Stadt. Getroffene wurde auch ein Kindergarten an dessen Stelle heute die Hufeland-Kita steht. Es kamen dabei mindestens 31 Kinder ums Leben.
EOW-Altlasten sorgen für Abriss-Stopp
Auf dem EOW-Gelände in Oberweimar verzögert sich derzeit das Voranschreiten der Abrissarbeiten. Das ergab eine Weimarwerk-Anfrage im Stadtrat. Seit August 2025 ruht auf dem Gelände die Baustelle. Der Grund dafür ist eine unerwartet starke Bodenbelastung, heißt es. Diese wurde entdeckt, nachdem bis zu einem Meter dicke Bodenplatten entfernt wurden. Vermutet werden dort mineralölhaltige Substanzen alter Maschinen, die im VEB in Betrieb waren. Zudem könnten auch die Hinterlassenschaften einer Galvanik-Anlage aus DDR-Zeiten dazu geführt haben.
Das Thüringer Landesamt für Umwelt hat aufgrund des Funds eine Untersuchung des Bodens angeordnet. Die Ergebnisse werden Ende März erwartet. Darüber hinaus soll ein Sanierungsplan erstellt werden. Planung und Untersuchung werden zusätzliche Kosten von ca. 75.000 Euro verursachen. Diese Kosten sind jedoch nicht Bestandteil der Förderprogramme, mit denen der EOW-Abriss und die Renaturierung zum Teil finanziert werden. Trotz der Verzögerung hält die Stadt weiter an diesem Ziel fest. So soll u. a. der Baubeginn der Freiflächen im Herbst erfolgen. Ende 2027 soll die Maßnahme abgeschlossen sein.
Apolda: Jobstation im Eiermannbau
Im Eiermannbau in Apolda wird erstmals die Jobstation stattfinden. Als ein weiterer Standort bleibt laut MDR-Meldung das Zeughaus Bad Berka erhalten. Dort können Unternehmen ebenfalls ihre Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten vorstellen. Das Landratsamt nimmt ab sofort Anmeldungen interessierter Betriebe entgegen. Mitte September soll die Jobstation stattfinden. Adressiert ist das Angebot an Schüler ab der 8. Klasse, an Studenten und Arbeitssuchende. Auch Rückkehrer in die Region und Pendler können sich über berufliche Perspektiven informieren. Im vergangenen Jahr präsentierten sich mehr als 40 Unternehmen auf der Messe.
Neue Anzeigetafeln am Wielandplatz
Der Wielandplatz erhält neue Anzeigetafeln für den Busverkehr. Darauf hat die Stadtwirtschaft aufmerksam gemacht. Am kommenden Montag werden voraussichtlich die neuen Anzeigen aufgestellt, heißt es. Aktuell demontiert das Unternehmen die alten Tafeln. Deshalb wird es vorübergehend keine Echtzeit-Abfahrtsanzeigen an der Haltestelle geben. Die Fahrgäste werden gebeten solange die Fahrplanaushänge und die VMT-App zu nutzen.
mt
»Weimar Nachrichten« vom 11. Februar 2026
