Weimar Beiträge

»Weimar Nachrichten« vom 15. Januar 2026

15. Januar 2026 / Weimar, Nachrichten

Nachrichten aus der Region hier bei Radio LOTTE Weimar

Mitte-Deutschland-Verbindung darf nicht auf Strecke bleiben
Thüringens GRÜNEN wollen, dass die Mitte-Deutschland-Verbindung nicht auf der Strecke bleibt. Sie kritisieren scharf, dass laut Ankündigung des Bundes-Verkehrsministeriums die Verbindung von Weimar über Gera nach Gößnitz vorerst nicht umgesetzt werden soll. Wie GRÜNEN-Landessprecherin Ann-Sophie Bohm betont, müsse das von Bundeskanzler Merz im Dezember gegebene Versprechen, dass der Ausbau der Verbindung kommen wird, jedoch eingehalten werden. Das zugesagte Geld müsse fließen, sonst verliert die Bundesregierung jede Glaubwürdigkeit, so Bohm. Auch fordern die GRÜNEN die Bundesregierung dazu auf umgehend eine verbindliche Zeitplanung für die Realisierung der Verbindung vorzulegen.
Der Ausbau der Mitte-Deutschland-Bahnstrecke Weimar-Gößnitz soll nicht wie zuletzt versprochen, in diesem Jahr, sondern erst 2028 erfolgen. Das ergab eine Kleine Anfrage von GRÜNEN-Abgeordneten des Bundestags. Der Grund der Verzögerung liege in der fehlenden Finanzierungsvereinbarung.

Linke erinnern an Liebknecht und Luxemburg
Die Linke Weimar-Apolda wird in den kommenden Tagen an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg erinnern. So wird am Freitag, 17 Uhr, zu einem politischen Bildungsabend in die Marktstraße 17 geladen. Im Fokus des Abends steht insbesondere Rosa Luxemburg. Es soll dabei offen, ehrlich und undogmatisch, um die Frage von Reform und Revolution, notwendiger Parteidisziplin, freiem Denken oder auch dem richtigen Verständnis von Feminismus gehen, heißt es in der Ankündigung. Zwei Tage später, am Sonntag, den 18 Januar, wird es eine Gedenk-Kundgebung in Schöndorf am Rosa-Luxemburg-Denkmal geben. Zu Wort kommen wird dort unter anderem Julian Degen, der Vorsitzende der Rosa-Luxemburg Stiftung Thüringen. Ab 11 Uhr wird das Gedenken stattfinden. Organisiert werden beide Veranstaltungen von der Linken und vom DGB Weimar/ Weimarer Land.
Zum 106. Mal jährt sich die Ermordung Liebknechts und Luxemburgs. Am 15. Januar 1919 wurden beide Kommunisten von rechten Freikorpssoldaten erschossen.

Bauhaus-Projekt für Handwerk erhält Förderung
Die Bauhaus-Universität erhält für ihr Projekt "Handwerk der Zukunft" eine Förderung von circa einer Million Euro. Wie aus einer Mitteilung der Uni hervorgeht, erfolgt die finanzielle Unterstützung durch den europäischen Sozialfond. Im Rahmen des Projekts wollen die Forschenden Robotik im Handwerk erproben. Sie möchten herausfinden, wie digitale Werkzeuge und robotische Systeme Handwerker*innen im Alltag entlasten können. Gefördert wird das Vorhaben im Zeitraum von 2026 bis 2028.

Agentur für Arbeit berät Zalando-Beschäftigte
Die Agentur für Arbeit möchte ab Montag den Beschäftige des von der Schließung bedrohten Erfurter Zalando-Standorts als Ansprech-Partner dienen. Mit einer Beratung direkt im Betrieb wolle die Agentur die Mitarbeitenden gut begleiten und schnelle, unkomplizierte, aber auch verlässliche Hilfe ermöglichen, erklärte Agenturchefin Irena Michel. Wegen der Dringlichkeit sollen zunächst befristet Beschäftigte beraten werden, heißt es. Diese Initiative ist das Ergebnis eines ersten Austauschs zwischen der Agentur für Arbeit, Zalando und dem Betriebsrat des Standortes.
In der vergangenen Woche hatte Zalando angekündigt, dass das Logistik-Zentrum in Erfurt Ende September geschlossen werden soll. Dadurch würden mehr 2.700 Beschäftigte ihre Arbeit verlieren.

Suchtberatung im Weimarer Land
Im Weimarer Land ist wieder eine Suchtberatung möglich. Zwei Beschäftigte haben in dieser Woche mit ihrer Arbeit begonnen, teilte das Landratsamt mit. Da ihre Büros noch renoviert werden, gebe es noch keinen festen Sitz. Eine Beratung würde es aktuell dienstags und donnerstags im Landratsamt Apolda, montags in Blankenhain und mittwochs sowie freitags in Weimar geben. Es wird empfohlen vorab einen Termin zu vereinbaren. - Im vergangenen Jahr musste die persönliche Suchtberatung im Landkreis gestoppt und neu strukturiert werden. Die "Suchthilfe in Thüringen" ist nun der neue Träger der Beratung.

 mt

»Weimar Nachrichten« vom 15. Januar 2026

Autor: nbv