Weimar Beiträge
»Weimar Nachrichten« vom 28. Januar 2026
28. Januar 2026 / Weimar, Nachrichten
Nachrichten aus der Region hier bei Radio LOTTE Weimar
Stadt lobt Menschenrechtspreis aus
Die Stadt Weimar hat erneut ihren Menschenrechtspreis ausgelobt - und das bereits zum 32. Mal. Nominierungen für den Preis können bis zum 30. April an die Ausländerbeauftragte der Stadt adressiert werden. Wie es von der Stadt heißt, habe jeder Bürger und Bürgerin sowie Institutionen, die mit der Wahrung von Menschenrechten beauftragt sind, das Recht, eine Preisträgerin oder einen Preisträger vorzuschlagen. Vergeben wird er an Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen, die sich für die Einhaltung von Menschenrechten einsetzen. Der Preis wird jährlich im Dezember verliehen, er ist mit 5.000 Euro dotiert.
Erinnern an Opfer des Nationalsozialismus
Zum weltweiten Holocaust-Gedenktag hat Thüringen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. So legten gestern Politiker, Vereine und Initiativen in der Gedenkstätte Buchenwald Kränze nieder. Der offizielle Gedenkakt begann am Mittag vor dem ehemaligen Krematorium des Lagers. Gleichfalls erinnerte der Landtag während einer Gedenkstunde an die Opfer. Anlässlich des Erinnerns äußerte Ministerpräsident Mario Voigt, dass aus unserer Geschichte die Pflicht erwächst, Haltung zu zeigen und der Relativierung von Menschenwürde entschieden zu widersprechen. Zur Gedenkstunde war auch der Buchenwald-Überlebender Naftali Fürst aus Israel angereist. Auch Weimars Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus hatte zu einer Gedenk-Veranstaltung auf den Theaterplatz eingeladen. Dort wurde mit einer Ausstellung und einem Infostand an Weimarer Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit. Mehr als eine Million Menschen wurden in Auschwitz von den Nationalsozialisten ermordet. Seit 1996 gedenkt die Bundesrepublik Deutschland am 27. Januar der Opfer des Holocaust.
Thüringen: Verdi ruft zum Warnstreik an Hochschulen auf
Die Gewerkschaft ver.di hat für heute zum Warnstreik an den Hochschulen Thüringens, der Klassik-Stiftung sowie am Studierendenwerk aufgerufen. In der Länder-Tarifrunde des öffentlichen Dienstes wollen die Beschäftigten den Druck erhöhen. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar konnte die Tarifgemeinschaft der deutschen Länder kein verbindliches Angebot vorlegen, heißt es in einer Mitteilung. Gefordert werden von ver.di Gehaltserhöhungen von mindestens 300 Euro monatlich. Nachwuchskräfte sollen zudem monatlich 200 Euro mehr bekommen und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden. Zudem wolle man erreichen, dass der Tarifvertrag auch für studentische Hilfskräfte gilt.
Neben dem Warnstreik wurde auch zu einer Kundgebung und Demonstration in Jena aufgerufen. Die Streikenden sammeln sich ab 8 Uhr auf dem Johannisplatz in Jena. Start der Demonstration ist 10 Uhr.
Weimarer Reformhaus stellt Betrieb ein
Das Reformhaus Wünscher in der Schützengasse hat für immer seine Türen geschlossen. Darauf haben mehrere Medienberichte aufmerksam gemacht. Das Geschäft kann auf eine rund 100-jährige Geschichte zurückblicken. So führten bereits die Großeltern des Inhabers Peter Wünscher eine Drogerie in der Innenstadt, die 1992 zu einem Reformhaus wurde. Mit dessen Ruhestand muss das Geschäft nun schließen, da der 72-Jährige keinen Nachfolger finden konnte. Nach eigenen Angaben haben es die Branche angesichts größere Drogerieketten zunehmend schwerer. Bereit verkauft wurden die Möbel des Reformhauses an eine Familie im Landkreis. Die wolle damit ein Geschäft in Buttelstedt einrichten.
Polizei: Übergriff nach Schneeballwurf
In Weimar-West ist eine 25-Jährige am Montagabend von einer Gruppe Jugendlicher und Kinder verfolgt worden. Wie es in einem Polizeibericht heißt, bewarf die Gruppe die junge Frau teilweise mit Schneebällen. Da die Jugendlichen und Kinder damit nicht aufhören wollten, begann die Frau die Szenerie mit ihrem Handy zu filmen. Infolgedessen wurde sie von einer Frau und zwei Jugendlichen bedrängt, beleidigt und attackiert. Sie flüchtete sich daraufhin in einen nahegelegenen Supermarkt und informierte die Polizei. Durch den Angriff wurde die Frau leicht verletzt. Die Polizei nahm eine Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung auf.
mt
»Weimar Nachrichten« vom 28. Januar 2026
