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»Weimar Nachrichten« vom 9. Februar 2026
09. Februar 2026 / Weimar, Nachrichten
Nachrichten aus der Region hier bei Radio LOTTE Weimar
Weimarer gedenken Bombenopfer von 1945
Vertreter von Stadt, Anti-Rechts-Bündnis und Weimarer-Dreieck-Verein haben am Samstag der heute vor 81 Jahren im Bombenangriff ums Leben gekommenen KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter gedacht. Sie legten an der Stele Kromsdorfer, Ecke Andersenstraße, Blumen und Kränze nieder. Besondere Würdigung in den Ansprachen erfuhr wieder der französische Widerstandskämpfer Raphael Elizé. Der erste dunkelhäutige Bürgermeister Frankreichs war ins KZ Buchenwald verschleppt worden und starb am 9. Februar 1945 beim Luftangriff auf das Gustloff-Rüstungswerk. Mit ihm sind an dem Tag mehr als 400 KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter ums Leben gekommen, außerdem über 150 Juden, die ihre Eisenbahnwaggons nicht verlassen durften.
Unter 18-Jährige feiern im "Night Fire Club"
Hunderte Jugendliche haben sich am Samstag im "mon ami" durch die erste U18-Disco des Jahres bewegt. Für die als "Night Fire Club" bezeichnete Veranstaltung war ein Musikmix von aktuellen Charts über Rap und Hip-Hop bis zu Klassikern und Discohits angekündigt. Zwölf- und 13-Jährige konnten bis 22 Uhr feiern, 14- bis 17-Jährige bis Mitternacht. Wie berichtet, sollen der Extraveranstaltung zum Auftakt noch vier weitere in diesem Jahr folgen. Sie sind für den 2. Samstag im Mai sowie den jeweils ersten Samstagen im Juli, September und Dezember angesagt. - Die eintrittsfreie U18-Disco im geschützten Raum wurde erstmals vor drei Jahren organisiert. Das Format war mit Jugendlichen im sogenannten "Zukunftspaket" entwickelt worden - ein Bundes-Förderprogramm, mit dem Ideen junger Menschen umgesetzt wurden.
Verwaltung verlangt höhere Ausweis-Gebühren
Auch in Weimar ist es jetzt um knapp fünf bis neun Euro teurer, sich einen neuen Personalausweis ausstellen zu lassen. Die bundesweite Gebührenerhöhung ist am Samstag in Kraft getreten. Demnach haben Personen ab 24 Jahren jetzt 46 statt bisher 37 Euro, Personen unter 24 Jahren, statt bisher 22 Euro 80 nunmehr 27,60 zu bezahlen. Die Bundesregierung begründe die Anpassung mit gestiegenen Produktionskosten bei der Bundesdruckerei sowie mit erhöhten Verwaltungsaufwendungen in den Kommunen, teilte die Stadtverwaltung mit. Auch würden die zusätzlichen Einnahmen in moderne Sicherheitsstandards und digitale Prozesse im Ausweiswesen investiert.
Asylbewerber erhalten ab März Bezahlkarte
Eine Bezahlkarte statt Bargeld für Asylbewerber soll in Weimar ab 1. März ausgegeben werden. Das geht aus einem Bericht der Funke-Lokalredaktion über die Kritik daran hervor. Demnach konnte hier die Bezahlkarte bisher noch nicht ausgegeben werden, weil erst jetzt die digitale Verbindung zu den Landesvorgaben eingerichtet worden sei. Eigentlich sollte eine einheitliche Karte für ganz Thüringen bereits im Juni vergangenen Jahres verfügbar sein. Kritik an der Chipkarte kommt laut Zeitung von einem landesweiten "Bündnis aus Initiativen, Gewerkschaften, Verbänden und engagierten Menschen". In einem offenen Brief an die Landesregierung wird dazu aufgerufen, die Bezahlkarte zu stoppen. Sie sei ein Instrument der Ausgrenzung und Diskriminierung. Unterschrieben sei der Brief auch von Akteuren aus Weimar, heißt es, etwa dem Verein Brettern, WE United oder der Vorsitzenden der Grünen-Stadtratsfraktion, Ann-Sophie Bohm.
Weimar bleibt bei vier verkaufsoffenen Sonntagen
Auch in diesem Jahr wird es nur vier verkaufsoffene Sonntage in Weimar geben. Wie von der Stadtverwaltung bekanntgegeben, sind es im März der Sonntag eine Woche vor Ostern, der erste Sonntag im September, der zweite im Oktober und der erste im Dezember. Damit dürfen die Geschäfte wieder zum Ostermarkt, zum Töpfermarkt, zum Zwiebelmarkt und zum 1. Advent öffnen. - Weimarwerk-Stadträtin und IHK-Vizepräsidentin Annette Projahn hatte zuletzt mehr als nur vier Sonntagsöffnungen gefordert. Geschäftsfördernd für den Thüringer Einzelhandel wäre vor allem ein zweiter verkaufsoffener Sonntag im Advent, erklärte Projahn im letzten November. Das städtische Wirtschaftsamt wollte darüber mit dem Thüringer Arbeitsministerium sprechen.
wk
»Weimar Nachrichten« vom 9. Februar 2026
