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NSU-Prozess: Spähte der NSU eine Synagoge aus?

07. Oktober 2016 / Radio, Stadtzeit, NSU-Prozess aktuell

Vergangene Woche sprach erstmals Beate Zschäpe vor Gericht, in dieser Woche redete nur das Papier. Aber auch das war interessant: So gab es einen Antrag der Altverteidigung Zschäpes, der verhindern soll, dass die Korrespondenz zwischen der Angeklagten und dem Gericht in die Verhandlung eindringt, denn diese könnte dem psychatrischen Gutachter Prof. Saß weitere Hinweise auf die Persönlichkeit von Beate Zschäpe geben. Die Bundesanwalt sieht das natürlich ein bißchen anders. Die Verteidigung von Ralf Wohlleben hat wieder einige Beweisanträge gestellt, u.a. weil sie eine Mitschuld des Staates nachgewiesen sieht. Alle Beweisanträge wurden aber abgelehnt, was nicht unumstritten ist. Einen Beweisantrag hat auch der Nebenklageanwalt Yavuz Narin gestellt, denn er fand heraus, dass ein Objektschützer ausgesagt hat, dass er Beate Zschäpe, Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und eine weitere Frau mit zwei Kindern in der Nähe der Berliner Synagoge in der Rykestraße gesehen haben will.
Näheres weiß Fritz Burschel, der für uns beim Prozess in München dabei war.

Fritz Burschel über den NSU-Prozess

Autor: jep